Ukraine, Russland

Siegesparade in Moskau ohne Militärtechnik

29.04.2026 - 08:22:03 | dpa.de

Vorbeimarsch Tausender Soldaten an Kremlchef Putin - am 9. Mai zeigt Russland stets seine militärische Macht. Doch in diesem Jahr muss ein wichtiger Teil der Parade ausfallen.

Bei der Siegesparade in Moskau sollen Tausende Soldaten marschieren, doch Panzer und Raketen werden nicht gezeigt. (Archivbild) - Foto: Pelagia Tikhonova/M24/Moscow News Agency/AP/dpa
Bei der Siegesparade in Moskau sollen Tausende Soldaten marschieren, doch Panzer und Raketen werden nicht gezeigt. (Archivbild) - Foto: Pelagia Tikhonova/M24/Moscow News Agency/AP/dpa

Aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen findet die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Die Vorführung von Militärtechnik am 9. Mai entfalle wegen der «operativen Lage», teilte das Verteidigungsministerium in der russischen Hauptstadt mit. «Vor dem Hintergrund der terroristischen Bedrohung werden natürlich Maßnahmen zur Minimierung der Gefahr getroffen», erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Verzicht auf Panzertechnik.

Stattdessen solle während der Fernsehübertragung der Parade der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen gezeigt werden - auch im Krieg gegen die Ukraine und in den Kommandoposten der Nuklearstreitkräfte. Es bleibe beim Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz.

Bei der Abwehr der Moskauer Invasion hat die ukrainische Armee in den vergangenen Monaten ihre Gegenangriffe mit Kampfdrohnen auf das russische Hinterland ausgeweitet. 

Demonstration von Moskaus Militärmacht 

Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945. Die Militärparade vor Präsident Wladimir Putin auf dem Roten Platz diente auch dazu, mit Interkontinentalraketen und modernen Panzern die Macht Russlands zu demonstrieren. Allerdings schwankte der Umfang der gezeigten Militärtechnik auch in früheren Jahren. Zuletzt war 2007 keine Technik vorgeführt worden.

Eine weitere Gedenkaktion ist das sogenannte Unsterbliche Regiment, bei dem Russen und Russinnen Porträts von Verwandten tragen, die im Krieg getötet wurden. Die Aktion soll in diesem Jahr regional je nach Sicherheitslage als realer Marsch oder online stattfinden.

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