Ukraine, Russland

Ukraine und Russland attackieren sich mit Drohnen

20.11.2024 - 02:39:04 | dpa.de

Russland und die Ukraine überziehen sich gegenseitig mit Angriffen. Nach einem mutmaßlichen Angriff mit ATACMS-Raketen in der Vornacht setzte die Ukraine nun Drohnen ein. Und Russland schlägt zurück.

Beide Seiten setzen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stark auf Drohnen - auch zum Beschuss des Hinterlands. (Archivbild) - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
Beide Seiten setzen im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stark auf Drohnen - auch zum Beschuss des Hinterlands. (Archivbild) - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Russland und die Ukraine haben sich in der Nacht mit gegenseitigen Drohnenangriffen überzogen. Zunächst sorgten ukrainische Drohnen in mehreren russischen Regionen für Alarm und Schäden. «In der Stadt Alexejewka sind durch den Absturz von Drohnentrümmern auf dem Territorium eines Unternehmens Produktionshallen beschädigt worden», schrieb der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Zudem seien ein Infrastrukturobjekt und eine Stromleitung getroffen worden.

Einen Einschlag gab es demnach auch in der benachbarten Region Woronesch. Dort sei ein Brand in einem Industriebetrieb nach einem Drohnenangriff ausgebrochen, teilte Gouverneur Alexander Gussew mit. Seinen Angaben nach wurden in dem Betrieb, der von fünf Drohnen attackiert wurde, keine militärischen Güter hergestellt. Der Brand wurde später gelöscht. Tote und Verletzte gab es nicht.

Drohnenangriffe wurden auch aus den Regionen Brjansk und Tula sowie dem Moskauer Umland gemeldet. Über Schäden wurde dort bisher nichts bekannt. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden insgesamt 42 ukrainische Drohnen abgeschossen.

Das russische Militär startete seinerseits erneut mehrere Drohnenschwärme, die aus verschiedenen Himmelsrichtungen in die Ukraine einflogen. In zahlreichen Regionen des Landes sowie in der Hauptstadt Kiew wurde in der Nacht Luftalarm ausgelöst. Über eventuelle Einschläge der Kampfdrohnen lagen zunächst keine Angaben vor.

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