Russland, Ukraine

Russland und Ukraine schließen Gefangenenaustausch ab

25.05.2025 - 11:43:12 | dpa.de

Russland und die Ukraine haben erneut Gefangenen ausgetauscht, dieses Mal je 303. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat noch ein größeres Ziel.

Die Ukraine und Russland haben nach Moskauer Angaben ihren bisher größten Gefangenenaustausch abgeschlossen. (Archivbild) - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
Die Ukraine und Russland haben nach Moskauer Angaben ihren bisher größten Gefangenenaustausch abgeschlossen. (Archivbild) - Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Russland und die Ukraine haben jeweils weitere 303 Menschen freigelassen und so ihren bisher größten Gefangenenaustausch seit Kriegsbeginn abgeschlossen. Das teilten das russische Verteidigungsministerium in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Damit kamen seit Freitag jeweils 1.000 Gefangene auf beiden Seiten in Freiheit. 

Der Austausch am Sonntag war die dritte und letzte Etappe in der bisher beispiellosen Aktion der Kriegsparteien. Damit sei die in Istanbul getroffene Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien erfüllt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. 

Am Vortag waren jeweils 307 Gefangene in Freiheit gekommen. Begonnen hatte der Austausch am Freitag mit der Übergabe von jeweils 390 Gefangenen. Auch in der Vergangenheit hatten beide Kriegsparteien immer wieder Gefangene ausgetauscht. Wegen der großen Zahl waren dieses Mal drei Etappen nötig.

Selenskyj will alle Gefangenen zurückholen

Die dritte und letzte Etappe hatte Selenskyj für diesen Sonntag mehrfach angekündigt. «Aber die Aufgabe besteht darin, absolut jeden, der derzeit in Russland festgehalten wird, nach Hause zu bringen. Und das ist eine gemeinsame Aufgabe für unsere Geheimdienste, für unsere Diplomaten, für unseren ganzen Staat. Natürlich ist das keine einfache Aufgabe, aber sie muss erfüllt werden», sagte Selenskyj am Vortag.

Von den Heimkehrern am Samstag seien 273 im Gebiet Donezk in russische Gefangenschaft geraten, ein großer Teil schon 2022, sagte Selenskyj. Andere seien in den Gebieten Cherson, Saporischschja, Charkiw und Luhansk von den Russen gefasst worden.

Moskau: Russische Soldaten derzeit in Belarus

Die russischen Soldaten befänden sich derzeit auf dem Territorium der Republik Belarus, wo sie die notwendige psychologische und medizinische Hilfe erhielten, teilte das Ministerium in Moskau mit. «Alle russischen Militärangehörigen werden zur Behandlung und Rehabilitation in die Russische Föderation gebracht», hieß es weiter. 

Der Austausch war am 16. Mai bei Gesprächen in Istanbul vereinbart worden. Er blieb das einzige konkrete Ergebnis der ersten direkten russisch-ukrainischen Verhandlungen seit 2022, auf die vor allem US-Präsident Donald Trump gedrängt hatte.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 67359542 |

Weitere Meldungen

Merz: Bulgarien zeigt bei Ukraine europäische Solidarität Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht Bulgarien auch unter dem neuen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew als Unterstützer der Ukraine.Er sei "froh und dankbar", dass Bulgarien den Weg des Drucks auf Russland "in europäischer Solidarität mitgehen" wolle, sagte Merz am Montag nach einem Treffen mit Radew im Kanzleramt.Dass Europa seit dem Antritt der neuen ungarischen Regierung zu einer "neuen Geschlossenheit und Entschlossenheit" gefunden habe, "wird uns dem Frieden auch ein Stück näher bringen", fügte der Kanzler hinzu.Radew gilt als Moskau-nah und hatte sich in der Vergangenheit immer wieder kritisch zur Europäischen Union und deren militärische Unterstützung für die Ukraine geäußert. (Politik, 18.05.2026 - 18:40) weiterlesen...

Merkel zweifelt an Ukraine-Vermittler ohne Regierungsamt Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit Skepsis auf die Debatte über eine mögliche Vermittlerrolle für ihren Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) oder sie selbst im Ukraine-Krieg reagiert.Man müsse sich nur in die Situation im Jahr 2014 zurückversetzen, sagte sie am Montag im WDR-"Europaforum" auf der Republica in Berlin. (Politik, 18.05.2026 - 13:52) weiterlesen...

Ukraine: Russische Angriffe auf Odessa und Dnipro Russland hat die massiven ukrainischen Drohnenattacken auf Moskau in der Nacht mit Gegenangriffen beantwortet. (Boerse, 18.05.2026 - 06:19) weiterlesen...

Finnlands Ex-Präsident Niinistö: Putin zu Verhandlungen bereit Finnlands früherer Präsident Sauli Niinistö glaubt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen mit den Europäern bereit ist. (Politik, 18.05.2026 - 00:01) weiterlesen...

Ukraine startet massive Drohnenangriffe auf Russland Die Ukraine hat am Wochenende einen massiven Drohnenangriff auf Russland durchgeführt. (Sonstige, 17.05.2026 - 15:41) weiterlesen...

Ukrainischer Drohnenangriff: Tote und Verletzte nahe Moskau. Die Antwort traf nun besonders Moskau und die Hauptstadtregion – mit einer der schwersten Gegenattacken. In der Ukraine hat Präsident Selenskyj nach Russlands Luftangriffen mit Vergeltung gedroht. (Ausland, 17.05.2026 - 11:53) weiterlesen...