USA, Iran

Trump: Iran hält sich bei Straße von Hormus nicht an Deal

10.04.2026 - 01:30:18 | dpa.de

Öl und Gas sollen wieder durch die Straße von Hormus auf den Weltmarkt gebracht werden. Das war eine Bedingung des US-Präsidenten für die Waffenruhe im Iran-Krieg. Das Problem ist die Umsetzung.

Trump droht Iran (Archivbild). - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Der Iran hält sich nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nicht an das Abkommen für eine befristete Waffenruhe, das eine Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt vorsieht. Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge «sehr schlechte Arbeit», die man auch als «unredlich» bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: «Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!»

Rund eine Stunde zuvor hatte Trump bereits auf Truth Social gepostet, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: Das sollten sie besser nicht tun und falls sie es tun, sollten sie besser «jetzt damit aufhören!».

Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe blockierte der Iran die Straße von Hormus Anfang März. Der Transport von Öl- und Flüssiggas aus dem Persischen Golf durch die Meerenge kam damit praktisch zum Erliegen, die Weltmarktpreise stiegen seither rasant an.

Nach gut fünf Wochen Krieg einigten sich der Iran und die USA zuletzt auf eine zweiwöchige Waffenruhe sowie auf die Öffnung der Straße von Hormus. Seither nutzten nur sehr wenige Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Teheran will Gebühren für die Passage der strategisch bedeutenden Meerenge verlangen. 

Ab heute soll es in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Ziel ist eine dauerhafte Beendigung des Kriegs. Zu den schwierigen Themen dürfte bei den Gesprächen auch der Streit um die Öffnung der Straße von Hormus zählen.

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