USA, Ukraine

USA und Ukraine wollen Rohstoffdeal am 26. April abschließen

18.04.2025 - 11:07:00

Noch steht der Vertrag über die Nutzung ukrainischer Bodenschätze durch die USA nicht endgültig. Aber die zwei Seiten haben abgesteckt, was der Deal politisch erreichen soll - und was nicht.

Das Rohstoffabkommen zwischen der Ukraine und den USA soll am 26. April in Washington unterschrieben werden. Vorher werde der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal zu abschließenden Verhandlungen am Vertragstext in den USA erwartet. Das geht aus der Absichtserklärung hervor, die beide Seiten am Donnerstag unterzeichnet haben. Die ukrainische Regierung in Kiew veröffentlichte den Text am Freitag.

Dies vorläufige Papier enthält keine wirtschaftlichen Eckdaten, sondern erklärt, dass ein gemeinsamer Investitionsfonds zum Wiederaufbau der Ukraine eingerichtet werden soll.

Muss Kiew für US-Militärhilfen bezahlen? 

Verwiesen wird darauf, dass die USA dem von Russland angegriffenen Land seit 2022 bedeutende finanzielle und materielle Hilfe geleistet hätten. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Kiew diese Hilfen zurückzahlen soll.

Von Sicherheitsgarantien, die sich Kiew erhofft, ist nicht die Rede. Es heißt lediglich, dass das amerikanische Volk gemeinsam mit dem ukrainischen Volk «in eine freie, souveräne und sichere Ukraine investieren» wolle. 

Gleichzeitig werde der geplante Vertrag so gehalten, dass er Verpflichtungen der Ukraine gegenüber der EU und anderen internationalen Partnern nicht im Wege stehe. Zwischenzeitlich hatte es nach Medienberichten Vertragsentwürfe gegeben, der einen EU-Beitritt der Ukraine unmöglich gemacht hätte.

Erstes Rahmenabkommen gescheitert 

Das Rohstoffabkommen soll den USA Zugang zu Bodenschätzen der Ukraine geben, vor allem zu den für Hochtechnologie bedeutenden Seltenen Erden. Kiew hofft, damit die USA als dauerhafte Schutzmacht an sich zu binden. Ein erstes Rahmenabkommen war Ende Februar gescheitert, weil US-Präsident Donald Trump und sein Vize JD Vance im Weißen Haus mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj in Streit gerieten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Laschet hält deutsche Soldaten in der Ukraine für möglich Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hält die Entsendung deutscher Soldaten in die Ukraine für möglich."Die Bedingung ist ein Waffenstillstandsabkommen mit Russland, in dem glaubwürdige Sicherheitsgarantien auch der Amerikaner für die Ukraine vereinbart werden", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. (Ausland, 10.01.2026 - 13:27) weiterlesen...

Russland feuert ballistische Rakete auf Ukraine. Die Einschläge lagen gefährlich dicht an EU- und Nato-Gebiet. Präsident Selenskyj hatte einen besonders schweren Luftangriff erwartet. (Ausland, 09.01.2026 - 03:58) weiterlesen...

Selenskyj: Sicherheitsdokument im Grunde bereit für Trump. Kiews Präsident Selenskyj äußert sich positiv zu Gesprächen über US-Sicherheitsgarantien für sein Land. Nach dem Gipfel der «Koalition der Willigen» verhandelten Unterhändler in Paris weiter. (Ausland, 08.01.2026 - 15:10) weiterlesen...

Pistorius: Konkrete Beiträge zur Sicherung der Ukraine nötig. Der Verteidigungsminister erläutert die Pläne. Deutschland ist bereit, sich an der militärischen Absicherung einer Friedenslösung in der Ukraine zu beteiligen. (Ausland, 07.01.2026 - 16:49) weiterlesen...

Schutztruppe für Ukraine nimmt Form an - Deutschland dabei. Auch Berlin gibt seine bisherige Zurückhaltung auf. Wer sorgt künftig für die Sicherheit der Ukraine, wenn die Waffen schweigen sollten? Viele Staaten wollen helfen - in der Ukraine oder von außen. (Ausland, 07.01.2026 - 04:55) weiterlesen...

Wie die «Koalition der Willigen» die Ukraine schützen will. Jetzt konkretisieren sich die Pläne. Und auch der Kanzler bezieht Stellung. Seit Monaten wird über eine internationale Schutztruppe für die Ukraine für den Fall eines Waffenstillstands spekuliert. (Ausland, 06.01.2026 - 21:04) weiterlesen...