Ukraine, Russland

Kiew wirft Moskau versuchten «winterlichen Völkermord» vor

03.02.2026 - 08:59:34 | dpa.de

Nach einer kurzen Pause setzt Russland seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine fort. Dem ukrainischen Energieminister Schmyhal zufolge sind zahlreiche Menschen bei Frost ohne Heizung.

Nach einer begrenzten Waffenruhe setzt Russland seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine fort. (Archivbild) - Bild: Vadym Sarakhan/AP/dpa
Nach einer begrenzten Waffenruhe setzt Russland seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine fort. (Archivbild) - Bild: Vadym Sarakhan/AP/dpa

Nach einer begrenzten Waffenruhe hat Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine erneut massiv angegriffen. Moskau habe ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen gegen Hochhäuser und Heizkraftwerke eingesetzt, schrieb Energieminister Denys Schmyhal bei Telegram. Er sprach vom «Versuch eines winterlichen Völkermords».

Es habe sich ausschließlich um zivile Ziele gehandelt. Hunderttausende Familien, darunter Kinder, seien gezielt ohne Heizung in strengster winterlicher Kälte zurückgelassen worden, schrieb Schmyhal.

Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass Kremlchef Wladimir Putin auf seine Bitte zugesagt habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zu pausieren - wegen der extremen Kälte in der Ukraine. Moskau bestätigte zunächst, Trumps Bitte nachzukommen, allerdings nur bis zum vergangenen Sonntag.

Die Temperaturen dort liegen teilweise im zweistelligen Minusbereich. In der Hauptstadt Kiew wurden in der Nacht unter 20 Grad Frost gemeldet.

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