Iran, Israel

Iran will Chameneis Tod rächen - Trump warnt

01.03.2026 - 08:58:41 | dpa.de

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer durch die amerikanisch-israelischen Angriffe schlägt Teheran zurück. US-Präsident Trump warnt den Iran.

  • Irans oberster Führer ist tot.  - Foto: Vahid Salemi/AP

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  • Irans Elitestreitmacht kündigt Rache für den Tod des obersten Führer des Landes an. (Archivbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

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  • Irans Staatsmedien verbreiten Aufnahmen von trauernden Menschen.   - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

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  • In Israel starb eine Frau nach einem Raketeneinschlag.  - Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpa

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  • US-Präsident Trump kündigt eine Fortsetzung der Angriffe im Iran an.  - Foto: Daniel Torok/White House/dpa

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Irans oberster Führer ist tot.  - Foto: Vahid Salemi/APIrans Elitestreitmacht kündigt Rache für den Tod des obersten Führer des Landes an. (Archivbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpaIrans Staatsmedien verbreiten Aufnahmen von trauernden Menschen.   - Foto: Vahid Salemi/AP/dpaIn Israel starb eine Frau nach einem Raketeneinschlag.  - Foto: Ohad Zwigenberg/AP/dpaUS-Präsident Trump kündigt eine Fortsetzung der Angriffe im Iran an.  - Foto: Daniel Torok/White House/dpa

Auf die Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen haben die Revolutionsgarden mit neuen Angriffen reagiert. Es seien 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier genommen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr von Irans Elitestreitmacht. Die Angaben konnten unabhängig zunächst nicht überprüft werden.

Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain entstand Sachschaden, wie das dortige Innenministerium auf X mitteilte. Bahrain ist der Hauptsitz der US-Marine in Nahost. Zuvor hatten bereits der Flughäfen Abu Dhabi und das internationale Drehkreuz Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten Einschläge gemeldet. Der Krieg hat damit Auswirkungen auch auf den internationalen Luftverkehr, Tausende Reisende saßen fest. Auch aus Katars Hauptstadt Doha gab es am Morgen Berichte über Explosionen.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad versuchten Demonstranten nach der Tötung Chameneis, in das streng gesicherte Regierungsviertel und zur dort gelegenen US-Botschaft vorzudringen. Sie versuchten laut Augenzeugen, die Sicherheitsbarrieren am Eingang zur sogenannten Grünen Zone zu überwinden. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Laut den Augenzeugen setzten sie Schlagstöcke, Tränengas, Wasserwerfer und auch scharfe Munition ein.

Trump warnt den Iran vor Gegenschlägen

US-Präsident Donald Trump hatte den Iran vor neuen Gegenschlägen gewarnt: «Das sollten sie besser nicht tun», schrieb der Republikaner in Großbuchstaben auf der Plattform Truth Social. Sollte dies passieren, werde man zurückschlagen -«mit einer Stärke, die man noch nie vorher gesehen hat», schrieb Trump. 

In Israel gab es am Morgen erneut Raketenalarm. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um den Angriff aus dem Iran abzuwehren, teilte die Armee mit. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen. Kurz darauf gab es Entwarnung. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben bereits rund 20 Mal wegen Angriffen des Erzfeindes in die Schutzräume eilen.

Am Vorabend war in Tel Aviv eine Frau beim Einschlag einer Rakete in einem Wohnblock ums Leben gekommen. Dutzende Menschen wurden verletzt. Israels Luftwaffe setzte nach eigenen Angaben ihre Angriffe gegen Raketenbasen und Luftabwehrsysteme im Iran in der Nacht fort. 

Die Entfernung zwischen Tel Aviv und Irans Hauptstadt Teheran beträgt Luftlinie rund 1.600 Kilometer. Es ist nach Armeeangaben der bisher größte Einsatz der Luftwaffe in ihrer Geschichte.

«Er, der Israel vernichten wollte, ist vernichtet worden»

Israels Verteidigungsminister Israel Katz schrieb auf X über den getöteten «Tyrann» Chamenei: «Er, der Israel vernichten wollte, ist vernichtet worden.» Irans Regierung kündigte nach dem Tod Chameneis 40 Tage öffentliche Trauer und 7 Feiertage an. 

Vor den iranischen Staatsmedien hatte bereits Trump den Tod Chameneis verkündet. «Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Das sei die «größte Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern.» 

Schon nach den ersten Berichten über Chameneis Tod brach in Teheran spontan Jubel aus. Bewohner der iranischen Hauptstadt berichteten von Menschen, die vor Freude aus ihren Fenstern schrien. Die Nachricht war unter anderem von iranischen Exilmedien verbreitet worden, die im Iran über Satellit empfangen werden können. Auf den Straßen waren Hupkonzerte zu hören. Iranische Staatsmedien verbreiteten dagegen Aufnahmen, die Menschenmengen beim Trauern um den toten Religionsführer zeigen sollen. 

Berichte über Tod auch von Angehörigen Chameneis 

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden auch mehrere Angehörige von Chamenei getötet. Die Webseite Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. 

Auf die Frage, ob es jemanden im Iran gebe, den er gerne an der Spitze des Landes sehen würde, sagte US-Präsident Trump dem US-Fernsehsender CBS News: «Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.» Und auf die Frage, wer nach seiner Einschätzung nach Chameneis Tod das Sagen im Iran habe, sagte er: «Ich weiß genau wer, aber ich kann es Ihnen nicht sagen.»

Trump kündigte an, die Bombardierungen im Iran würden weitergehen, bis Frieden in der Region und in der ganzen Welt einkehre. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die am Samstagmorgen begonnenen Angriffe seines Landes gegen den Iran als «tödlichsten, komplexesten und präzisesten Lufteinsatz der Geschichte».

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