USA, Kriminalität

US-Gouverneur: Erneut Schüsse von Bundesbeamten in Minnesota

24.01.2026 - 18:11:12 | dpa.de

Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde auf eine Frau in Minnesota Anfang Januar soll es dort wieder einen Schussvorfall gegeben haben.

Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, fordert Washington auf, den Einsatz zu beenden. (Archivbild) - Foto: Jerry Holt/Star Tribune via AP/dpa
Der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, fordert Washington auf, den Einsatz zu beenden. (Archivbild) - Foto: Jerry Holt/Star Tribune via AP/dpa

Nach den tödlichen Schüssen eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE auf eine Frau in Minneapolis im Norden der USA hat es laut dem Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, erneut einen Schussvorfall gegeben. Der Demokrat schrieb auf der Plattform X, es habe sich ein schrecklicher Schussvorfall durch einen Bundesbeamten am Samstagmorgen ereignet. Konkrete Angaben zu möglichen Opfern machte Walz nicht.

Er habe mit dem Weißen Haus gesprochen, schrieb der Gouverneur. «Minnesota hat es satt. Das ist abscheulich», schrieb Walz weiter. Trump müsse den Einsatz beenden. «Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt.»

Die Stadt Minneapolis postete auf X, man sei über Berichte über einen Schussvorfall in der Stadt unter Bundesbeamten-Beteiligung informiert und arbeite daran, Details mitzuteilen.

Anfang Januar hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis eine 37-Jährige in ihrem Auto erschossen. Der Fall hatte großes Entsetzen und Proteste ausgelöst. Die Regierung bezeichnete das Vorgehen als Notwehr, Demokraten und Demonstranten sprachen von übermäßiger Gewalt und mangelnder Transparenz bei der Aufarbeitung. 

Die ICE-Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump. Seit Beginn der verstärkten Einsätze in Minnesota sind nach Angaben der US-Regierung rund 3.000 Menschen festgenommen worden. Mehrere Klagen lokaler Behörden gegen das Vorgehen der Bundesbehörden sind derzeit bei Gerichten anhängig.

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