USA, Iran

Weißes Haus: 800 Hinrichtungen im Iran abgesagt

15.01.2026 - 20:57:47 | dpa.de

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump sagte die iranische Regierung zu, keine Teilnehmer der Proteste im Land zu töten. Jetzt nennt das Weiße Haus eine Zahl zu angeblich abgesagten Hinrichtungen.

Dem Weißen Haus zufolge wurden im Iran 800 Hinrichtungen abgesagt. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
Dem Weißen Haus zufolge wurden im Iran 800 Hinrichtungen abgesagt. (Archivbild) - Foto: Evan Vucci/AP/dpa

In Iran sind nach Darstellung des Weißen Hauses auf US-Druck 800 Hinrichtungen abgesagt worden. Sprecherin Karoline Leavitt machte keine Angaben zur Quelle für diese Information, die Präsident Donald Trump erhalten habe. Trump hatte bereits am Vortag gesagt, ihm sei «von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite» zugesichert worden, dass Tötungen im Iran aufhören würden. Berichten zufolge töteten iranische Sicherheitskräfte mehrere tausend Menschen bei der Niederschlagung der Proteste.

Die abgesagten 800 Hinrichtungen seien für Mittwoch angesetzt gewesen, sagte Leavitt. Trump beobachte die Situation weiter und halte sich alle Optionen offen. Er hatte die Staatsführung in Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der jüngsten Massenproteste hinrichten zu lassen - und auch ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen. Am Mittwoch hatte eine Sperrung des iranischen Luftraums Spekulationen über einen möglichen US-Luftangriff ausgelöst. «Nur Präsident Trump weiß, was er unternehmen wird» - und eine sehr kleine Gruppe von Beratern sei mit seinen Ansätzen vertraut, sagte Leavitt am Donnerstag.

Die Website «Axios» berichtete, Trump zögere eine Entscheidung zu einem möglichen Angriff auf den Iran hinaus, während das Weiße Haus darüber unter anderem mit Verbündeten berate. «Axios» berichtete zudem, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Trump gebeten habe, dem Land mehr Zeit für die Vorbereitung auf einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag zu geben. Auch die «New York Times» schrieb, dass Netanjahu um einen Aufschub eines US-Angriffs gebeten habe. Leavitt bestätigte lediglich ein Gespräch von Netanjahu und Trump, wollte sich aber nicht zu Inhalten äußern.

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