Russland, Ukraine

Ukraine greift erneut Ölraffinerie in Saratow an

03.11.2025 - 08:50:45 | dpa.de

Mit Drohnenschlägen will die Ukraine die für Russlands Angriffskrieg wichtige Ölindustrie treffen. Ziel war nun einmal mehr ein bedeutender Standort an der Wolga.

Die Ukraine will mit ihren Angriffen auf die russische Ölindustrie auch die Einnahmen aus dem Treibstoffhandel für das kriegsführende Land treffen. (Archivbild) - Bild: Uncredited/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa
Die Ukraine will mit ihren Angriffen auf die russische Ölindustrie auch die Einnahmen aus dem Treibstoffhandel für das kriegsführende Land treffen. (Archivbild) - Bild: Uncredited/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa

Die Ukraine hat erneut die russische Industriestadt Saratow an der Wolga mit Drohnen beschossen. Dabei soll eine bereits zuvor angegriffene Ölraffinerie getroffen worden sei, wie in sozialen Netzwerken berichtet wurde. Veröffentlicht wurden auch Videos von einer Explosion. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte zwar die Attacken in Saratow. Offizielle Angaben zur Ölraffinerie gab es aber nicht. Auch die russische Luftfahrtbehörde meldete, dass die Arbeit des Flughafens in Saratow wegen Luftalarms mehr als sechs Stunden eingeschränkt war.

Das für die Produktion von Treibstoffen wichtige Werk in Saratow war bereits im September Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Laut Verteidigungsministerium in Moskau wurden in der Nacht zum Montag insgesamt 67 ukrainische Drohnen über russischen Zielen abgeschossen. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben.

Die Ukraine nimmt die russische Ölindustrie täglich mit Drohnen unter Beschuss. Sie will damit zum einen den Nachschub für das russische Militär und seinen Angriffskrieg stören. Zum anderen wirken sich die Explosionen in den strategisch wichtigen Produktionsstätten auf die Lage auf den Handel aus. 

So ist etwa der Export von Benzin und Diesel eingeschränkt, mit dem das Land wichtige Einnahmen auch für die Fortsetzung des Kriegs erzielt. Die russische Führung räumt zwar Probleme ein, betont aber, die Lage sei trotzdem unter Kontrolle und stabil.

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