Russland, Ukraine

Kreml: Putin nimmt nicht an Prigoschins Beerdigung teil

29.08.2023 - 12:54:47 | dpa.de

Söldner-Führer Prigoschin kam bei dem Absturz seines Privatjets vergangene Woche ums Leben. Die Beerdigung soll noch heute in St. Petersburg stattfinden. Präsident Putin wird jedoch nicht dabei sein.

Blick auf ein Porträt des russischen Söldnerführers Prigoschin an einer informellen Gedenkstätte in Moskau für die bei dem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Mitglieder der Wagner-Gruppe. - Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa
Blick auf ein Porträt des russischen Söldnerführers Prigoschin an einer informellen Gedenkstätte in Moskau für die bei dem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Mitglieder der Wagner-Gruppe. - Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Kremlchef Wladimir Putin wird nach offiziellen Angaben nicht an der Beerdigung des Söldnerführers Jewgeni Prigoschin teilnehmen. «Die Teilnahme des Präsidenten ist nicht vorgesehen», sagte sein Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Die russische Führung habe auch keine konkreten Informationen zur Beerdigung, die Angehörigen würden über den Termin entscheiden, sagte Peskow.

Prigoschins Privatjet war in der vergangenen Woche abgestürzt. Alle zehn Insassen an Bord der Maschine kamen dabei laut Behörden ums Leben.

Am Morgen hatte das unabhängige Internetportal Fontanka aus St. Petersburg berichtet, dass die Beerdigung Prigoschins noch am Dienstag in der Millionenstadt stattfinden solle. Die Vorbereitungen dafür liefen, Trauernde seien gleich an mehreren Friedhöfen eingetroffen.

Prigoschins Flugzeug war etwa auf halber Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg im Gebiet Twer abgestürzt. Offiziellen Angaben nach war er an Bord. Die Absturzursache ist aber noch nicht geklärt. Allerdings gehen weite Teile der russischen Öffentlichkeit wie auch westliche Regierungen davon aus, dass der Privatjet des Wagner-Chefs gezielt zum Absturz gebracht wurde.

Priogoschin (62), dessen Kämpfer monatelang an der Seite der regulären russischen Armee gegen die Ukraine kämpfte, hatte im Juni aus Frust über die mangelnde Versorgung eine Meuterei gegen die Militär- und Staatsführung in Moskau angezettelt. Diese war allerdings schon nach rund einem Tag wieder beendet.

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