Schweiz, USA

Vermittler: Iran-Gespräche gehen auf Arbeitsebene weiter

22.06.2026 - 03:33:52 | dpa.de

Können sich die USA und der Iran binnen 60 Tagen auf eine Friedenslösung verständigen? Die Verhandlungen in der Schweiz sollen jedenfalls auf Arbeitsebene weitergehen. Strittige Themen gibt es genug.

  • Zur Klärung umstrittener Themen bilden die Kriegsparteien nun Arbeitsgruppen für weitere Gespräche.  - Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
    Zur Klärung umstrittener Themen bilden die Kriegsparteien nun Arbeitsgruppen für weitere Gespräche. - Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
  • Pakistan und Katar vermitteln in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.   - Bild: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa
    Pakistan und Katar vermitteln in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. - Bild: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa
  • Zur Klärung umstrittener Themen bilden die Kriegsparteien nun Arbeitsgruppen für weitere Gespräche.  - Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
    Zur Klärung umstrittener Themen bilden die Kriegsparteien nun Arbeitsgruppen für weitere Gespräche. - Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa
  • Pakistan und Katar vermitteln in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.   - Bild: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa
    Pakistan und Katar vermitteln in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. - Bild: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa
Zur Klärung umstrittener Themen bilden die Kriegsparteien nun Arbeitsgruppen für weitere Gespräche.  - Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa Pakistan und Katar vermitteln in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.   - Bild: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa Zur Klärung umstrittener Themen bilden die Kriegsparteien nun Arbeitsgruppen für weitere Gespräche.  - Bild: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa Pakistan und Katar vermitteln in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran.   - Bild: Nathan Howard/Pool Reuters/AP/dpa

Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz auf der Ebene der Verhandlungsführer soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen innerhalb von 60 Tagen ein «finales Abkommen» zu erreichen, hieß es in der Nacht in einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan. Es werde unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben. 

Die Gespräche hätten in einer «positiven und konstruktiven Atmosphäre» stattgefunden. «Es wurden ermutigende Fortschritte erzielt, inklusive der Schaffung eines Mechanismus für weitere Gespräche», hieß es in der von den Vermittlern auf der Plattform X verbreiteten Erklärung weiter.

Es sei ein Gesprächskanal zwischen den Kriegsparteien eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu vermeiden, hieß es weiter. Ziel sei eine sichere Passage für Schiffe durch die Meerenge. Zudem sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen, wo es immer wieder zu gegenseitigen Attacken der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz kommt.

Die technischen Gespräche zur Umsetzung der Vereinbarungen sollen den Angaben zufolge während der laufenden Woche im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock bei Luzern fortgesetzt werden.

Iran: «große Fortschritte» in Bezug auf Krieg im Libanon 

Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X, es habe bei den Bemühungen, den Krieg im Libanon zu beenden, «große Fortschritte» gegeben. Das gemeinsame Forum zur Überwachung der Einhaltung der Waffenruhe im Libanon sei der «erste wirkliche Test» der Vereinbarungen. Die US-Seeblockade iranischer Häfen sei aufgehoben und erste eingefrorene iranische Guthaben würden freigegeben. Auch ein großer Plan für den Wiederaufbau im Iran sei angestoßen worden.

Araghtschis Angaben ließen sich zunächst nicht überprüfen. Die US-Seite äußerte sich in der Nacht nicht unmittelbar zum Ausgang des ersten Verhandlungstags. 

Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani postete am frühen Morgen auf der Plattform X ein Foto, das ihn zusammen mit US-Vizepräsident JD Vance und dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, zeigte. «Live aus Luzern, die Arbeit geht weiter», schrieb er dazu. Vance scheint auf dem Foto auf einem Laptop zu tippen. 

Direkte Gespräche der Verhandlungsführer 

Das erste direkte Gespräch der Delegationen in der Schweiz dauerte am Sonntagnachmittag Berichten zufolge gut eine Stunde. Die US-Delegation wurde von Vance angeführt. Er hatte bereits zuvor angedeutet, dass er davon ausgehe, am Montag zurück in die USA zu reisen. 

Von iranischer Seite nahm neben Außenminister Araghtschi unter anderem Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf als Verhandlungsführer teil. 

Die USA und Israel hatten den Iran-Krieg Ende Februar begonnen. Anfang April trat eine Waffenruhe in Kraft, die jedoch vereinzelt gebrochen wurde. Vergangene Woche schlossen die USA und der Iran dann ein Rahmenabkommen ab - mit dem Ziel, innerhalb von 60 Tagen eine umfassende Einigung für ein Kriegsende zu erreichen.

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