Ukraine, Russland

Selenskyj setzt auf neue Gespräche mit den USA ab Samstag

19.03.2026 - 20:15:12 | dpa.de

Kiew warnt: Während Russland vom Iran-Krieg profitiert, verschlechtert sich die Lage für die Ukraine. Was die neuen Gespräche mit den USA bringen sollen.

Selenskyj setzt auf neue Gespräche mit den USA über ein Kriegsende.  - Bild: Geert Vanden Wijngaert/Pool AP/AP/dpa
Selenskyj setzt auf neue Gespräche mit den USA über ein Kriegsende. - Bild: Geert Vanden Wijngaert/Pool AP/AP/dpa

Nach einer Pause wegen des Iran-Kriegs setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf neue Gespräche mit den USA über ein Ende des russischen Angriffskriegs in seinem Land ab Samstag. Er habe entsprechende Signale aus den USA empfangen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. «Es gab eine Verhandlungspause, nun ist es Zeit, sie zu beenden.»

Die Gruppe ukrainischer Unterhändler, die für den politischen Teil der Gespräche zuständig ist, sei bereits auf dem Weg in die USA. Selenskyj sagte, er habe mit dem Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, seinem Stabschef Kyrylo Budanow und anderen Vertretern die Linie abgesprochen.

Treffen mit oder ohne russische Vertreter?

Der ukrainische Präsident sprach von einer Fortsetzung bestehender Verhandlungsformate, erwähnte russische Vertreter aber nicht ausdrücklich. In Moskau hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch gesagt, dass die trilateralen Verhandlungen einstweilen ruhten. Am Donnerstag schloss er eine Fortsetzung nicht aus, sowie die USA einen Termin dafür hätten.

Selenskyj: Verhandlungslage wird für Ukraine schlechter

In einer Videoschalte zum EU-Gipfel in Brüssel sagte Selenskyj, dass sich die Ausgangslage der Gespräche für Russland durch den Iran-Krieg verbessere, für die Ukraine aber verschlechtere. Dies dürfe nicht zugelassen werden. Moskau sehe, dass am Persischen Golf Flugabwehrmunition verbraucht werde, die der Ukraine fehle. Russland profitiere vom gestiegenen Ölpreise; die USA hätten Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt. Dagegen stockten neue EU-Sanktionen; ein lebenswichtiger EU-Kredit von 90 Milliarden Euro für Kiew hänge in der Luft.

de | ausland | 68894787 |

Weitere Meldungen

Selenskyj schickt polnischen Orden zurück. Der schickt den Orden jetzt per Post zurück, andere ziehen nach. In einem Geschichtsstreit entzieht Polens Präsident Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Selenskyj die höchste Auszeichnung Polens. (Ausland, 20.06.2026 - 18:00) weiterlesen...

EU gespalten: Wer soll mit Putin reden?. Das kommt nicht bei allen 27 Mitgliedern gut an. Der EU-Ratspräsident streckt die Fühler nach Moskau aus - und wird von Merz und Macron zurückgepfiffen. (Ausland, 19.06.2026 - 15:27) weiterlesen...

Costa bekommt Unterstützung für Russland-Initiative. Er hat aber auch Unterstützer. Deutschland und Frankreich bremsen die Russland- Initiative des EU-Ratspräsidenten aus. (Ausland, 19.06.2026 - 12:30) weiterlesen...

EU verlängert Russland-Sanktionen um zwölf Monate Die Europäische Union hat ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals um zwölf Monate verlängert.Bisher mussten die Sanktionen alle sechs Monate einstimmig verlängert werden. (Wirtschaft, 19.06.2026 - 05:26) weiterlesen...

EU-Ratspräsident verärgert Merz mit Russland-Initiative. Der EU-Ratspräsident denkt sich: Einfach mal machen. Sein Alleingang wird aber hart ausgebremst. Alle reden darüber, wie man Putin an den Verhandlungstisch bringen kann. (Ausland, 19.06.2026 - 04:26) weiterlesen...

Ärger bei EU-Gipfel um Russland-Initiative Costas. Er sorgt damit aber für große Aufregung. Es soll nur ein kurzer Austausch mit Russland zur Öffnung von diplomatischen Kanälen gewesen sein. (Ausland, 19.06.2026 - 01:23) weiterlesen...