Ukraine, Russland

Russischer Gleitbombenangriff: Tote und Verletzte in Sumy

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 15:36 Uhr, dpa.de

In der ukrainischen Großstadt Sumy nahe der Grenze zu Russland fordert der Abwurf von Gleitbomben mehrere Opfer. Unter den Toten ist auch eine Minderjährige.

Das russische Militär wirft die Gleitbomben vom Flugzeug aus ab. (Archivbild) - Bild: Uncredited/Rusian Defense Ministry Press Service/AP/dpa
Das russische Militär wirft die Gleitbomben vom Flugzeug aus ab. (Archivbild) - Bild: Uncredited/Rusian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

Das russische Militär hat durch den Abwurf von Gleitbomben auf die nordostukrainische Stadt Sumy mindestens vier Menschen getötet. «Darunter ist auch ein Mädchen», sagte der Bürgermeister von Sumy, Artem Kobsar, in einem auf seinem Telegramkanal geteilten Video. Der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, teilte später mit, dass die Zahl der Verletzten auf 17 gestiegen sei. Eine Bushaltestelle sei getroffen worden, schrieb er. Auf dem Video Kobsars ist ein Bombenkrater im Asphalt und ein zerfetzter Kleinbus in einem Wohngebiet zu sehen. Die örtlichen Behörden warnten vor weiteren Angriffen.

Russland setzt in seinem inzwischen mehr als vier Jahre dauernden Krieg gegen die Ukraine häufig Gleitbomben ein. Sie werden von Flugzeugen noch weit von der Front entfernt abgeworfen und schweben dann über eine Entfernung von mehreren Kilometern in Richtung Ziel. Obwohl die Waffen gelenkt sind, gelten sie als nicht besonders zielsicher. Immer wieder treffen sie zivile Objekte.

Russland beansprucht die vier ukrainischen Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja für sich. Russische Truppen halten aber auch Landstreifen in den an Russland angrenzenden ukrainischen Regionen Sumy und Charkiw besetzt. Kremlchef Wladimir Putin hatte im vergangenen Jahr erklärt, dort eine Pufferzone schaffen zu wollen, um die russische Zivilbevölkerung vor ukrainischen Angriffen zu schützen. Während die Geländegewinne der russischen Einheiten dort minimal sind, hat das Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung dadurch noch einmal zugenommen.

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