Ukraine, Russland

Trump: Dreitägige Waffenruhe zwischen Ukraine und Russland

08.05.2026 - 20:16:07 | dpa.de

Im Ukraine-Krieg gab es zuletzt keine merklichen Fortschritte. Nun verkündet der US-Präsident unter anderem eine temporäre Waffenruhe.

  • US-Präsident Trump hat eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    US-Präsident Trump hat eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • US-Präsident Trump hat eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    US-Präsident Trump hat eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • Rustem Umjerow, Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der Ukraine, traf sich zuletzt mit US-Vertretern. (Archivfoto) - Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa
    Rustem Umjerow, Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der Ukraine, traf sich zuletzt mit US-Vertretern. (Archivfoto) - Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa
US-Präsident Trump hat eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa US-Präsident Trump hat eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland verkündet. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa Rustem Umjerow, Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates der Ukraine, traf sich zuletzt mit US-Vertretern. (Archivfoto) - Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab morgen geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1.000 Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Bitte sei direkt von ihm vorgebracht worden. Er sei Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sehr dankbar, dass sie zugestimmt hätten, schrieb Trump. 

«Hoffentlich ist dies der Anfang vom Ende eines sehr langen, tödlichen und hart ausgetragenen Kriegs». Die Gespräche für eine Beendigung des Kriegs - «des größten seit dem Zweiten Weltkrieg» - gingen weiter. Jeden Tag käme man näher ans Ziel, sagte Trump. Tatsächlich mangelte es bei den Verhandlungen zuletzt an sichtbaren Fortschritten. 

Selenskyj bestätigt Vereinbarung

Selenskyj bestätigte die Vereinbarung und dankte Trump für den diplomatischen Einsatz. Russland habe dem Gefangenenaustausch zugestimmt, schrieb er auf dem Portal X. «Ein Waffenruhe-Regime muss für die Tage 9., 10. und 11. Mai eingerichtet werden», sagte er. Er habe sein Team angewiesen, alles dafür vorzubereiten. Die Ukraine wolle ihre Gefangenen nach Hause bringen.

Für den Tag des Sieges in Russland am Samstag galt bereits seit Freitag eine Waffenruhe, die Moskau einseitig ausgerufen hat. Trotzdem griff die russische Armee nach ukrainischer Darstellung weiter so oft an, dass Kiew nach Selenskyjs Darstellung bislang keinen Anlass hatte, die Waffen schweigen zu lassen. 

Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow bestätigte laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Tass die Waffenruhe. Die Vereinbarung sei in den jüngsten Telefonkontakten mit der US-Führung zustande gekommen, sagte er. «Die US-Vertreter hatten ihrerseits Kontakt nach Kiew.» In Moskau soll am Samstag die traditionelle Militärparade vor Putin auf dem Roten Platz stattfinden.

 

Am Donnerstag hatte sich der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine, Rustem Umjerow, mit US-Vertretern getroffen. Bei dem Treffen ging es nach Angaben Selenskyjs um Vereinbarungen zu Sicherheitsgarantien und humanitäre Fragen wie den Austausch von Kriegsgefangenen.

Nach Gesprächen in den USA erwartet Kiew in den nächsten Wochen Gesandte Trumps. Als Termin für den Besuch nannte Selenskyj die Zeitspanne bis zum Beginn des Sommers, derzeit liefen die Absprachen dazu, schrieb er in sozialen Medien.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion. Zuletzt hatten die USA bei direkten Gesprächen zwischen Kiew und Moskau vermittelt. Die Verhandlungen lagen aber jüngst auf Eis, auch weil die USA durch den Iran-Krieg abgelenkt sind.

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