USA, Iran

US-Regierung: Irans neuer oberster Führer ist verletzt

13.03.2026 - 17:38:40 | dpa.de

Im Iran hat ein neues Oberhaupt übernommen - gesehen hat ihn die Welt seitdem noch nicht. Medien hatten bereits berichtet, dass er verletzt sei. Nun äußern sich Trump und sein Verteidigungsminister.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußert sich zum Krieg mit dem Iran. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußert sich zum Krieg mit dem Iran. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei, ist nach Angaben der US-Regierung verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er nicht aus.

Auch US-Präsident Donald Trump sagte dem Sender Fox News in einem Radiointerview, Chamenei sei verwundet. «Aber er ist wahrscheinlich in irgendeiner Form am Leben.»

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, der 56 Jahre alte Religionsführer könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen». Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein. Netanjahu deutete mögliche weitere Tötungsversuche an, indem er sagte, er würde «keine Lebensversicherungen» für die Feinde Israels abschließen.

Hegseth: Der Iran weiß vielleicht selbst nicht, wer das Sagen hat

Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran am Sonntag hat sich Modschtaba Chamenei bisher nicht öffentlich gezeigt. In einer ersten Stellungnahme, die im Staatsfernsehen verlesen wurde, forderte er Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. 

Im Iran selbst sorgt die Abwesenheit des neuen Führers für Unbehagen. Aus Führungskreisen ist zu hören, dass die Ernennung eines womöglich schwer verletzten Führers, der nicht öffentlich in Erscheinung tritt, auf Kritik stößt.

Hegseth bezeichnete die Erklärung nun als «schwach». «Warum eine schriftliche Erklärung? Ich glaube, Sie wissen, warum», sagte er. «Sein Vater ist tot. Er hat Angst, er ist verletzt». Es mangele ihm an Legitimität. «Es ist ein Chaos für sie», fuhr Hegseth fort. «Wer hat das Sagen? Der Iran weiß es vielleicht selbst nicht.» Modschtabas Vater Ajatollah Ali Chamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden.

Die «New York Times» hatte jüngst unter Berufung auf drei iranische Funktionäre berichtet, dass Modschtaba Chamenei Verletzungen an seinen Beinen erlitten habe. Dem US-Sender CNN zufolge handelt es sich um eine Verletzung am Fuß. Chamenei junior habe diese gleich zu Beginn des Krieges erlitten - genau wie einen Bluterguss um das linke Auge und andere kleinere Verletzungen im Gesicht, berichtet der Sender unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle. Überprüfen ließen sich die Berichte zunächst nicht.

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