USA, Grönland

Grönland-Abkommen: USA sichern sich dauerhafte Sicherheitskontrolle

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 07:22 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Die USA, Dänemark und Grönland haben ein Abkommen zur Sicherheitskontrolle der Arktisinsel geschlossen, das den Einfluss nicht-nordatlantischer Staaten begrenzen soll. Die Vereinbarung soll kommende Woche bei der UN-Generalversammlung unterzeichnet werden und anerkennt zugleich die Souveränität Dänemarks und die Selbstbestimmung Grönlands.

Trump verkündet Abkommen mit Dänemark über Grönland
Grönland (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Die USA, Dänemark und Grönland haben im Streit um die Arktisinsel Grönland einen Durchbruch erzielt und ein neues Sicherheitsabkommen verkündet. Es soll den Einfluss nicht-nordatlantischer Staaten auf der strategisch wichtigen Insel deutlich begrenzen.

Trump stellt dauerhafte Sicherheitskontrolle heraus

US-Präsident Donald Trump erklärte, das Abkommen gewähre den USA „dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit“ Grönlands. Die Vereinbarung schließt demnach aus, dass Gegner der USA ohne ausdrückliche Genehmigung militärische Stützpunkte auf der Insel errichten oder sensible Investitionen tätigen können.

Ein US-Beamter präzisierte, dass die USA damit dauerhafte Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte erhalten. Zugleich blockiere das Abkommen Nicht-Nato-Länder, darunter China und Russland, daran, eine militärische Präsenz in Grönland aufzubauen.

Dänemark und Grönland betonen gemeinsame Sicherheit

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen begrüßte die Vereinbarung und betonte, dass sie die gemeinsame Sicherheit in der Arktis und im Nordatlantik stärke. Zugleich erkenne das Abkommen die Souveränität und territoriale Integrität des Königreichs Dänemark sowie das Recht des grönländischen Volkes auf Selbstbestimmung an.

Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hob hervor, dass damit auch die eigenen Interessen der Insel anerkannt würden und die internationale Zusammenarbeit gestärkt werde. Grönland bleibt damit politisch Teil des Königreichs, erhält aber eine hervorgehobene Rolle in der Sicherheitsarchitektur der Region.

Unterzeichnung bei der UN und weitere Verfahren

Das Abkommen soll in der kommenden Woche bei der UN-Generalversammlung unterzeichnet werden. Anschließend muss es noch parlamentarische Prozesse in den beteiligten Staaten durchlaufen, bevor es vollständig in Kraft treten kann.

Mit der Vereinbarung reagieren die Partner auf die wachsende strategische Bedeutung der Arktis. Grönland nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, weil die Insel sowohl sicherheitspolitisch als auch wirtschaftlich für USA, Dänemark und deren Verbündete von großer Bedeutung ist.

Das von den USA, Dänemark und Grönland verkündete Abkommen reiht sich in eine Serie strategischer Initiativen ein, mit denen Washington seinen Einfluss im Hohen Norden ausbaut. Die Arktis gewinnt seit Jahren an geopolitischer Bedeutung: Schmelzendes Eis öffnet neue Seewege und erschließt Rohstoffe, zugleich wächst der militärische Wettbewerb zwischen Nato-Staaten und Russland sowie das wirtschaftliche Interesse Chinas.

Geopolitische Bedeutung für die Arktis

Indem die Vereinbarung nicht-nordatlantische Staaten von einer militärischen Präsenz und sensiblen Investitionen in Grönland ausschließt, sichern die USA sich und ihren Bündnispartnern einen entscheidenden Hebel in der Region. Für Dänemark und Grönland bedeutet dies eine Absicherung gegen externe Einflussnahme, gleichzeitig stärkt es die Rolle der Insel als strategischer Vorposten im Nordatlantik und an der Einfahrt zur Arktis.

Souveränität und Selbstbestimmung

Bemerkenswert ist, dass das Abkommen ausdrücklich die Souveränität des Königreichs Dänemark und das Recht des grönländischen Volkes auf Selbstbestimmung anerkennt. Damit reagieren die Partner auf frühere Debatten, in denen Grönland teils als Objekt geopolitischer Begehrlichkeiten diskutiert wurde. Die jetzt betonte Anerkennung eigener Interessen Grönlands deutet auf den Versuch hin, Sicherheitsgarantien mit politischer Rücksicht auf die Autonomie der Insel zu verbinden.

Ausblick für Nato und UN

Die geplante Unterzeichnung bei der UN-Generalversammlung verleiht der Vereinbarung zusätzliches Gewicht und signalisiert den Anspruch, das Abkommen in einen breiteren völkerrechtlichen Rahmen einzubetten. Sollten die Parlamente in Washington, Kopenhagen und Nuuk zustimmen, dürfte Grönland langfristig eine noch wichtigere Rolle in der Nato-Strategie spielen – als gesicherter Standort für amerikanische Infrastruktur und als geopolitischer Ankerpunkt im Wettbewerb mit China und Russland.

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