Iran, Israel

Chamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen

01.03.2026 - 06:02:42 | dpa.de

Ein dreiköpfiges Gremium mit dem Präsidenten soll im Iran zunächst das Sagen haben. Schnell soll ein neuer Religionsführer bestimmt werden. Aber ist das angesichts anhaltender Angriffe realistisch?

  • Präsident Peseschkian soll Teil des dreiköpfigen Rats sein, der den Iran vorübergehend führen soll. (Archivbil) - Foto: Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa
    Präsident Peseschkian soll Teil des dreiköpfigen Rats sein, der den Iran vorübergehend führen soll. (Archivbil) - Foto: Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa
  • Ein Expertenrat müsste Chameneis Nachfolger bestimmen. - Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader/dpa
    Ein Expertenrat müsste Chameneis Nachfolger bestimmen. - Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader/dpa
Präsident Peseschkian soll Teil des dreiköpfigen Rats sein, der den Iran vorübergehend führen soll. (Archivbil) - Foto: Iranian Presidency/ZUMA Press Wire/dpa Ein Expertenrat müsste Chameneis Nachfolger bestimmen. - Foto: Uncredited/Office of the Iranian Supreme Leader/dpa

Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber. 

Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.

Wer Chamenei nachfolgen könnte, ist unklar. Öffentlich hatte sich der Religionsführer dazu nicht geäußert. In den vergangenen Jahren war immer wieder dessen Sohn Modschtaba genannt worden, der bislang kaum in der Öffentlichkeit stand. Dem Staatsapparat dürfte es zudem schwerfallen, mitten im Krieg das Machtgefüge neu zu ordnen.

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