USA, Regierung

Trump zu rassistischem Post: Habe keinen Fehler gemacht

07.02.2026 - 03:30:46 | dpa.de

Ein Beitrag auf Trumps Plattform Truth Social zeigt eine rassistische Darstellung der Obamas. Das führt zu heftiger Kritik. Der Post wird gelöscht. Nun äußert sich Trump selbst dazu.

Der rassistische Beitrag auf seinem Account wird gelöscht - doch eine Entschuldigung hält Trump nicht für nötig.  - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa
Der rassistische Beitrag auf seinem Account wird gelöscht - doch eine Entschuldigung hält Trump nicht für nötig. - Bild: Jose Luis Magana/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump will sich für den Post auf seinem Social-Media-Account, der eine rassistische Darstellung von Ex-Präsident Barack Obama und dessen Frau als Affen enthielt, nicht entschuldigen. Auf eine entsprechende Frage sagte er vor Journalisten: «Nein, ich habe keinen Fehler gemacht.» 

Er habe sich lediglich den Beginn des Videos angeschaut, sagte Trump. Er nehme an, dass am Ende etwas zu sehen gewesen sei, was Leuten nicht gefalle - ihm gefalle es auch nicht, aber er habe es nicht gesehen, sagte er. Trumps Aussagen dazu ließen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Auf die Frage, ob er die rassistischen Inhalte des Videos verurteile, sagte Trump: «Natürlich tue ich das.» Das Weiße Haus hatte zunächst versucht, den Beitrag mit der rassistischen Darstellung zu rechtfertigen, später wurde der Post von Trumps Account auf seiner Online-Plattform Truth Social nach massiver Kritik gelöscht. Die Schuld wurde auf einen Mitarbeiter geschoben. 

«Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses veröffentlichte den Beitrag fälschlicherweise», teilte ein hochrangiger US-Beamter mit. 

Weißes Haus: Gespielte Empörung soll aufhören

Zunächst hatte das Weiße Haus allerdings versucht, den Beitrag zu verteidigen. Regierungssprecherin Karoline Leavitt schrieb in einem Statement, das zum Beispiel der TV-Sender CNN verbreitete, man solle mit der gespielten Empörung aufhören. Es handle sich um einen Ausschnitt aus einem Internet-Meme-Video, in dem Trump als König des Dschungels und die Demokraten als Charaktere aus dem Filmklassiker «König der Löwen» dargestellt seien. 

Die Obama-Darstellung war Teil eines Beitrags auf Trumps Account, in dem es um angebliche Manipulationen bei der von Trump verlorenen Wahl 2020 ging. Nach etwa einer Minute erschienen in einem kurzen Einschub die Gesichter von Barack und Michelle Obama mit Affenkörpern zur Melodie von «The Lion Sleeps Tonight». Der Ausschnitt mit den Obamas stammt wahrscheinlich aus einem mit Künstlicher Intelligenz erzeugten Video, das von einem anderen Konto erstellt wurde und bereits im Herbst vergangenen Jahres kursierte, wie eine Untersuchung des Faktencheck-Teams der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Der Demokrat Obama ist der erste Schwarze, der zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Er war von 2009 bis 2017 im Amt.

Empörung über Rassismus - Trump lobt sich selbst

Selbst aus den Reihen der Republikaner gab es Kritik an dem Post. Der schwarze, republikanische Senator Tim Scott etwa schrieb auf der Plattform X, es sei das Rassistischste, was er bisher aus diesem Weißen Haus gesehen habe. «Der Präsident sollte das entfernen». Trump sagte nun, dass er mit Scott gesprochen habe und dieser «großartig» sei. 

Der US-Präsident hat schon häufiger rassistische Äußerungen und Bilder verbreitet. Er selbst meinte aber am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten im Regierungsflieger Air Force One: «Ich bin übrigens der am wenigsten rassistische Präsident, den ihr seit langem hattet». 

Schwarze sehen sich immer wieder Rassismus ausgesetzt, bei dem der Vergleich zu Affen als Mittel zur Beleidigung und Herabwürdigung angewandt wird. Auch in Deutschland sorgten beispielsweise wiederholt Vorfälle in Fußballstadien für Schlagzeilen.

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