USA, Medien

Demokraten zeigen angebliches Trump-Schreiben an Epstein

09.09.2025 - 03:27:18 | dpa.de

Ein angebliches Geburtstagsschreiben Donald Trumps an den SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein sorgt fĂŒr Aufsehen. Jetzt stellen Demokraten das fragliche Dokument ins Netz. Die Republikaner zĂŒrnen.

  • Die Kopie eines angeblichen Geburtstagsgrußes von Trump an Epstein macht Schlagzeilen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
    Die Kopie eines angeblichen Geburtstagsgrußes von Trump an Epstein macht Schlagzeilen. - Foto: Evan Vucci/AP/dpa
  • Der Tod des SexualstraftĂ€ters Epstein sorgt bis heute fĂŒr wilde Spekulationen. (Archivbild) - Foto: ---/AP/dpa
    Der Tod des SexualstraftĂ€ters Epstein sorgt bis heute fĂŒr wilde Spekulationen. (Archivbild) - Foto: ---/AP/dpa
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Mit neuen Veröffentlichungen rund um den Fall des berĂŒchtigten SexualstraftĂ€ters Jeffrey Epstein nimmt ein fĂŒr US-PrĂ€sident Donald Trump politisch heikles Thema wieder Fahrt auf. Die Demokraten stellten eine Kopie eines angeblichen Geburtstagsgrußes ins Netz, den Trump vor mehr als 20 Jahren an Epstein geschickt haben soll. Der Republikaner bestreitet, Urheber des Schreibens zu sein. 

Die Demokraten im fĂŒr Aufsichtsfragen zustĂ€ndigen Ausschuss des ReprĂ€sentantenhauses machten den Geburtstagsgruß auf der Plattform X publik. Er besteht aus rĂ€tselhaften Andeutungen eines schriftlichen Dialogs zwischen «Donald» und «Jeffrey», der von der gezeichneten Silhouette eines Frauenkörpers umgeben ist. Darunter stehen Trumps Name und eine Unterschrift, wobei unklar ist, ob die Unterschrift echt ist. 

Sprecherin Leavitt: Trump hat Bild nicht gezeichnet

Auch die US-Zeitung «Wall Street Journal» veröffentlichte eine Kopie des Schreibens. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt reagierte wenig spĂ€ter und wies die Berichterstattung des Blattes als «falsch» zurĂŒck. «Wie ich immer gesagt habe, ist es ganz klar, dass PrĂ€sident Trump dieses Bild nicht gezeichnet und auch nicht unterschrieben hat», schrieb sie auf X. Leavitt kĂŒndigte weitere Schritte vor Gericht an. 

Auch vom republikanischen Vorsitzenden des Ausschusses, James Comer, gab es Kritik: Seine demokratischen Ausschusskollegen wĂŒrden Dokumente bewusst selektiv auswĂ€hlen und Informationen politisieren, die das Gremium gerade erst von den Verwaltern des Epstein-Nachlasses erhalten habe, hieß es in einer Mitteilung. «PrĂ€sident Trump wird kein Fehlverhalten vorgeworfen, und die Demokraten ignorieren die neuen Informationen, die der Ausschuss heute erhalten hat», lautete sein Vorwurf. Was genau Comer damit meint, blieb unklar.

Mit der Mitteilung wies der von Comer geleitete Ausschuss auch darauf hin, dass er an diesem Montag (Ortszeit) weitere Dokumente rund um den Fall Epstein Fall veröffentlicht habe. Darunter befĂ€nden sich das Testament Epsteins, EintrĂ€ge aus dessen AdressbĂŒchern sowie ein Geburtstagsbuch, das seine Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell fĂŒr den 50. Geburtstag Epsteins zusammengestellt habe. 

Trump: «Das ist gefÀlscht»

Das «Wall Street Journal» hatte Mitte Juli exklusiv ĂŒber ein angebliches GlĂŒckwunschschreiben Trumps berichtet, das Teil eines Albums mit vielen GeburtstagswĂŒnschen gewesen sein soll. Das Album soll zu Epsteins Geburtstag im Jahr 2003 angefertigt worden sein. Die Zeitung berief sich auf Einblick in Dokumente. Das Album wurde damals ebenso wenig veröffentlicht wie der Originalbrief. Am Montag (Ortszeit) veröffentlichte die Zeitung nun ein Foto des angeblichen Trump-Briefs.

Trump hatte sich bereits gegen die ursprĂŒngliche Darstellung der Zeitung mit juristischen Mitteln gewehrt. Er reichte Klage gegen das Blatt und Medienmogul Rupert Murdoch ein, zu dessen Portfolio die Zeitung zĂ€hlt, und fordert EntschĂ€digung in Milliardenhöhe. 

Die Zeitung hatte im damaligen Artikel auch eine Stellungnahme Trumps zu ihren Recherchen zitiert: «Das ist gefÀlscht. Es ist ein Falschbericht des "Wall Street Journals"», wird der PrÀsident darin zitiert. Und weiter: «Ich zeichne keine Bilder von Frauen». Und: «Es ist nicht meine Sprache. Es sind nicht meine Worte.»

Epsteins Tod sorgt bis heute fĂŒr wilde Spekulationen

Der in einflussreichen Kreisen gut vernetzte Finanzier Epstein hatte ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht. Nach seiner Festnahme starb er 2019 mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil er beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. Prominente und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus – und auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.

In den USA schwelt schon seit Monaten ein Streit ĂŒber die Aufarbeitung der Causa Epstein. Im Zentrum steht die Frage, wie eng das VerhĂ€ltnis zwischen ihm und Trump war. 

Auch in den Reihen der Republikaner und glĂŒhender Trump-AnhĂ€nger wurden in den vergangenen Monaten Stimmen lauter, die eine Offenlegung aller Dokumente zu dem Fall fordern. Trump steht unter Druck, weil er sich im Wahlkampf vehement fĂŒr eine Offenlegung der Akten ausgesprochen hatte.

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