Israel, Iran

Israel und USA greifen erneut Iran an

28.02.2026 - 10:20:32 | dpa.de

Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren groß. Am Morgen beginnen Israel und die USA mit Angriffen auf den Iran. Der schickt daraufhin Raketen Richtung Israel.

Raketenalarm in Israel. - Foto: Leo Correa/AP/dpa
Raketenalarm in Israel. - Foto: Leo Correa/AP/dpa

Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs zum Gegenschlag ausgeholt. Es seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von einer «Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners», wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging. Zuvor hatten Israel und die USA mit Angriffen auf den Iran begonnen. 

In der Küstenmetropole Tel Aviv und weiteren Teilen des Landes heulten die Sirenen, Menschen eilten in Schutzräume. Die Luftabwehr sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das Militär mit. Die Armee wies die Bevölkerung an, bis auf Weiteres in Schutzräumen zu bleiben. Nach einem ersten iranischen Gegenangriff hatte es Raketenalarm in Nordisrael gegeben. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Panik in Teheran

In Irans Hauptstadt Teheran gab es Explosionen im Zentrum. In der Millionenmetropole brach Panik aus. Menschen versuchten massenhaft, die Hauptstadt zu verlassen, wie Augenzeugen berichteten. 

Iranische Staatsmedien meldeten zudem Explosionen am Rande der Stadt Isfahan. Südöstlich davon liegt ein Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr vom US-Militär in Begleitung israelischer Angriffe bombardiert worden war.

Der Staat Israel habe einen Präventivschlag gestartet, um Bedrohungen für Israel zu beseitigen, hatte Verteidigungsminister Israel Katz am Morgen bekanntgegeben. Er rief den sofortigen Ausnahmezustand aus. Kurz darauf teilte auch US-Präsident Donald Trump mit, dass das US-Militär einen «massiven und andauernden Einsatz» gegen Israels Erzfeind durchführe. Der Luftraum über Israel wurde in Erwartung des iranischen Gegenschlags bis auf weiteres geschlossen. Der israelische Zivilschutz veröffentlichte Anweisungen für die Bürger des Landes. 

Trump: Iran wird nie eine Atomwaffe haben

Der gemeinsame Angriff Israels und seines Verbündeten USA erfolgt nur zwei Tage nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran über das umstrittene Atomprogramm der Islamischen Republik. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben. Trump hatte der iranischen Führung in den vergangenen Wochen wiederholt mit militärischen Angriffen gedroht. Trump stellte dem Iran kürzlich ein Ultimatum bis Anfang März. «Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich». 

Trump kündigte nun an, die Raketen des Irans zu vernichten. «Wir werden ihre Marine vernichten», sagte er weiter. Man werde sicherstellen, dass der Iran keine Atomwaffe haben werde. «Sie werden nie eine Atomwaffe haben.» Die iranische Führung werde bald lernen, dass man die Stärke der US-Streitkräfte nie herausfordern sollte, erklärte Trump weiter. Er forderte die Revolutionsgarden, iranischen Streitkräfte und Polizeikräfte zudem auf, ihre Waffen niederzulegen. Der Einsatz solle verhindern, dass durch diese «radikale Diktatur» die nationalen Sicherheitsinteressen der USA bedroht würden.

Kliniken im Iran in Alarmzustand versetzt

Nach Beginn der Angriffe gegen den Iran hat das Gesundheitsministerium erste Maßnahmen getroffen. Der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Kliniken werde aufrechterhalten, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Ebenfalls sollen landesweit ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen solle sich in Bereitschaft halten. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich damals den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Iran feuerte daraufhin ballistische Raketen auf Israel ab.

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