Iran, USA

US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab

08.03.2026 - 23:22:59 | dpa.de

Die Nachricht von Israels Angriff auf Öltanks in Teheran sorgte international für Aufmerksamkeit. Wie stehen die USA dazu?

«Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab» - betont Energieminister Chris Wright. (Archivbild) - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa
«Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab» - betont Energieminister Chris Wright. (Archivbild) - Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa

Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. «Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab», sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen gesorgt, nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran verdunkelten. Aufnahmen nach dem Angriff am Samstagabend zeigten einen gewaltigen Feuerball.

Israels Armeesprecher Effie Defrin betonte, Israel habe in der Nacht zu Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt worden seien. «Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die gesamte Bevölkerung am Laufen hält», sagte er. Israel kämpfe nicht gegen das «großartige iranische Volk», sondern nur gegen das «Terrorregime», erklärte Defrin.

Das Nachrichtenportal «Axios» berichtete, die israelischen Angriffe auf die Treibstofflager seien deutlich über das hinausgegangen, was die USA erwartet hätten, als Israel Washington vorab darüber informiert habe. Das soll zur ersten bedeutenden Unstimmigkeit zwischen den Verbündeten seit Beginn des Krieges vor gut einer Woche geführt haben, schreibt das Portal unter Berufung auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und eine weitere informierte Quelle. 

Die USA sind laut dem Bericht besorgt, dass israelische Angriffe auf Infrastruktur, die der iranischen Bevölkerung diene, strategisch nach hinten losgehen könnten. Es gibt die Sorge, dass sie zur Unterstützung der Führung in Teheran beitragen und die Ölpreise in die Höhe treiben könnten. 

Für US-Präsident Donald Trump ist das vor allem angesichts steigender Spritpreise in den USA relevant, die für ihn mit Blick auf die wichtigen Zwischenwahlen im Herbst zum Problem werden könnten, sollte es sich um eine längerfristige Entwicklung handeln.

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