USA, Regierung

Trump zu Epstein-Fall: Mag Clinton-Fotos nicht

23.12.2025 - 03:13:19 | dpa.de

Der US-Präsident äußert sich erstmals nach der Freigabe von Epstein-Akten, nachdem er zuvor ungewöhnlich ruhig gewesen war. Auffällig ist auch: Er verändert den Ton gegenüber Bill Clinton.

  • Trump ändert seinen Ton gegenüber Clinton.  - Foto: Alex Brandon/AP/dpa

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  • Kommt unverhältnismäßig oft in den Epstein-Akten vor: Ex-US-Präsident Bill Clinton. (Archivfoto) - Foto: Andres Kudacki/FR170905 AP/dpa

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Trump ändert seinen Ton gegenüber Clinton.  - Foto: Alex Brandon/AP/dpaKommt unverhältnismäßig oft in den Epstein-Akten vor: Ex-US-Präsident Bill Clinton. (Archivfoto) - Foto: Andres Kudacki/FR170905 AP/dpa

Drei Tage nach der Veröffentlichung Tausender Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hat sich US-Präsident Donald Trump erstmals länger dazu geäußert und Demokraten erneut Vorwürfe gemacht. Auffällig war, dass Trump seine früheren heftigen Attacken gegen den früheren US-Präsidenten Bill Clinton nicht fortsetzte. Von einem Journalisten darauf angesprochen, ob ihn die zahlreichen Fotos in den Ermittlungsakten, auf denen der Demokrat Clinton abgebildet ist, überrascht hätten, sagte Trump: «Ich mag die Bilder von Bill Clinton nicht, die gezeigt werden. Ich mag die Bilder von anderen Leuten nicht, die gezeigt werden. Ich finde das eine schreckliche Sache.» 

Am späten Freitagnachmittag hatte das US-Justizministerium nach massivem Druck der Öffentlichkeit und des US-Parlaments Tausende Dateien auf seiner Webseite hochgeladen, weitere sollen folgen. Die Freigabe erfolgte am letzten Tag einer Frist, die dem Ministerium auferlegt worden war. Auf vielen der freigegebenen Fotos war Clinton zu sehen.

Er denke aber, dass Clinton damit umgehen könne, sagte Trump. Er sei immer gut mit ihm ausgekommen. Der US-Präsident sagte auch, er hasse es, nun Fotos von Clinton zu sehen, aber genau das verlangten die Demokraten und ein paar «schlechte» Republikaner.

Trump sagte weiter, viele Leute seien verärgert. Fotos von Menschen, die nichts mit Epstein tun zu hätten, seien auf Fotos abgebildet, weil er etwa auf derselben Party gewesen sei. So zerstöre man den Ruf von Menschen.

Darum sind die Epstein-Akten so brisant

Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Der Fall liegt Jahrzehnte zurück. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 war Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis gestorben, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society, was zahlreiche Spekulationen über die Tragweite des Skandals mit sich brachte. Immer wieder kam die Frage auf, welche prominente Persönlichkeiten in Epsteins Machenschaften verwickelt gewesen sein könnten. Per Gesetz wurde schließlich vor einem Monat die Veröffentlichung der Akten verfügt, gegen die sich Trump lange gewehrt hatte.

Clinton sehr oft in den Dateien zu finden

Bei den nun veröffentlichten Fotos tauchen einige Prominente auf. Neben Rockstar Mick Jagger, dem 2009 gestorbenen Pop-König Michael Jackson und Schauspieler Kevin Spacey ist Ex-Präsident Clinton verhältnismäßig oft abgelichtet. Immer wieder taucht er auf Fotos auf - zum Beispiel beim Schwimmen im Pool mit Epsteins langjähriger Vertrauter Ghislaine Maxwell. Auf anderen Aufnahmen sieht man ihn ohne Bezug zu ihr oder Epstein.

Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder versucht, die Aufmerksamkeit auf Clinton zu lenken. Dabei behauptete er, dass dieser auf einer Privatinsel Epsteins gewesen sei. Trumps Stabschefin Susie Wiles widersprach dieser Darstellung aber: «Es gibt keine Beweise dafür», sagte sie dem Magazin «Vanity Fair». Warum Trump jetzt mildere Töne Richtung Clinton anschlug und diese Vorwürfe nicht wiederholte, blieb unklar. 

Clinton-Sprecher Angel Urena veröffentlichte auf der Plattform X ein Statement, in dem Trump aufgefordert wird, das Justizministerium anzuweisen, unverzüglich das noch vorhandene Material freizugeben, das sich auf Clinton beziehe, ihn erwähne oder ein Foto von ihm enthalte. Eine Weigerung würde den Verdacht erwecken, dass es dem Ministerium nicht um Transparenz gehe. Sondern durch selektive Veröffentlichungen darum, ein Fehlverhalten einzelner Personen zu suggerieren.

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