Iran, USA

Iran: Weiter Differenzen bei Verhandlungen mit den USA

19.04.2026 - 04:07:05 | dpa.de

Der Iran hat die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus wieder rückgängig gemacht. Nun äußert sich der Parlamentspräsident des Landes zum Stand der Verhandlungen mit den USA.

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf pocht auf ein Ende der US-Seeblockade. (Archivbild)  - Foto: Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa
Irans Parlamentspräsident Ghalibaf pocht auf ein Ende der US-Seeblockade. (Archivbild) - Foto: Hamed Malekpour/Khane Melat/dpa

Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch «weit von einer endgültigen Einigung entfernt.»

Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte der Iran die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht und geht seither dort militärisch gegen Schiffe vor. Die Entscheidung der USA, eine Blockade zu verhängen, sei töricht und ignorant gewesen, sagte Ghalibaf.

Iran fordert Aufhebung der US-Seeblockade

«Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein», sagte er. Daran bestehe kein Zweifel. Zuvor hatte bereits ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA als Grund für die erneute Schließung der Meerenge genannt - keine 24 Stunden nach Ankündigung der Öffnung für die Schifffahrt.

Die Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte, hieß es. Das US-Militär teilte seinerseits mit, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen.

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