China, USA

China fordert in Davos mehr Austausch statt Streit

20.01.2026 - 13:08:34 | dpa.de

Der Handelsstreit zwischen Peking und Washington hielt die Weltwirtschaft in Atem. In Davos warnt Chinas Vize-Ministerpräsident vor einer Bedrohung des globalen Handelssystems.

China hatte seinen Vize-Ministerpräsidenten zu dem jährlichen Treffen in Davos geschickt.  - Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa
China hatte seinen Vize-Ministerpräsidenten zu dem jährlichen Treffen in Davos geschickt. - Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Angesichts der Handelsstreitigkeiten mit den USA hat China beim Weltwirtschaftsforum mehr Austausch gefordert. Im vergangenen Jahr hätten die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen beider Länder einige Aufs und Abs erlebt, sagte Vize-Ministerpräsident He Lifeng in Davos. Lösungen sollten nicht durch Konfrontation, sondern durch Beratungen gesucht werden, erklärte He. 

Die Volksrepublik sei ein Handelspartner aller Länder und kein Rivale, sagte der Chinese weiter. Parallel mahnte er in seiner Rede, dass das multilaterale Handelssystem vor ernsthaften Herausforderungen stehe. Bestimmte Nationen verstießen mit einseitigen Praktiken und Handelsabkommen gegen die Regeln der Welthandelsorganisation, erklärte er, ohne einzelne Länder zu nennen. 

China hatte in der Vergangenheit immer wieder Sanktionen der EU oder Zölle der USA als einseitige Maßnahme kritisiert. He, der als Vertrauter von Staats- und Parteichef Xi Jinping gilt, hatte die chinesische Delegation in den zurückliegenden Zoll-Verhandlungen mit den USA angeführt.

Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.

 <b>Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für immer kostenlos
ausland | 68503298 |

Weitere Meldungen

KI-Chip-Schmuggelvorwurf torpediert Aktie von Serverfirma. Bei einer solchen Aktion kamen auch Haartrockner und Attrappen zum Einsatz. Chinesische Firmen konnten keine KI-Chips von Nvidia kaufen - deswegen wurden sie zum Teil über Umwege geschmuggelt. (Wissenschaft, 20.03.2026 - 17:59) weiterlesen...

KI am Arbeitsplatz: Deutschland holt deutlich auf China top, USA flop: Während KI in Deutschland Fahrt aufnimmt, sinkt in den USA die Nutzung. (Wissenschaft, 18.03.2026 - 06:00) weiterlesen...

Trump: Treffen mit Xi vielleicht in fünf bis sechs Wochen. Daraus wird nun wohl nichts. Eigentlich sollte es für US-Präsident Trump in zwei Wochen Richtung Fernost gehen. (Wirtschaft, 17.03.2026 - 17:39) weiterlesen...

Debatte über Verschiebung von Treffen zwischen Trump und Xi. Nun gibt es gleich mehrere Gründe, warum es womöglich doch nicht dazu kommt. Fliegt er oder fliegt er nicht? US-Präsident Trump will eigentlich in zwei Wochen den chinesischen Staatschef Xi treffen. (Wirtschaft, 16.03.2026 - 14:42) weiterlesen...

Trump will mit Kriegsschiffen Handel sichern - wer noch?. Trump erwartet Hilfe betroffener Länder. Die Folgen des Iran-Kriegs sind weltweit spürbar, auch weil ein wichtiger Handelsweg zum unkalkulierbaren Risiko für Schiffe geworden ist. (Ausland, 16.03.2026 - 03:58) weiterlesen...

Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht. In dem von ihm begonnenen Krieg gegen den Iran fordert er dazu jetzt Hilfe unbeteiligter Länder - auch von der Nato. US-Präsident Trump will, dass die Straße von Hormus wieder sicher befahrbar wird. (Ausland, 16.03.2026 - 02:16) weiterlesen...