USA, Regierung

Epstein-Skandal: Trump will Fokus auf Bill Clinton lenken

14.11.2025 - 22:18:49 | dpa.de

Der Druck auf Trump wegen des Epstein-Skandals wächst. Auch aus dem eigenen Lager wird er aufgefordert, die Akten offenzulegen. Der Präsident bringt nun stattdessen abermals einen Namen ins Spiel.

Trump lenkte schon mehrmals den Fokus auf Clinton. - Foto: Andres Kudacki/FR170905 AP/AP/dpa

Der wegen des Epstein-Skandals massiv unter Druck geratene US-Präsident Donald Trump versucht abermals, die Aufmerksamkeit auf den demokratischen Ex-Präsidenten Bill Clinton zu lenken. Das Justizministerium veranlasste Ermittlungen, wie Ministerin Pam Bondi auf der Plattform X mitteilte und damit einer entsprechenden Bitte Trumps zu Clinton nachkam. Konkrete Informationen nannte Bondi nicht.

Der US-Präsident hatte zuvor auf der Plattform Truth Social geschrieben, er bitte das Justizministerium darum, Jeffrey Epsteins Verbindungen und Beziehungen unter anderem zu Clinton, anderen Personen und Firmen zu untersuchen.

 

Druck auf Trump wächst im US-Kongress

Trump sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, alle Akten zur Affäre um den Sexualstraftäter Epstein offenzulegen. Das war eines seiner Wahlversprechen gewesen, doch seit seinem Amtsantritt im Januar tat sich nichts. In der nächsten Woche ist eine Abstimmung im Repräsentantenhaus zu den Akten geplant, der genaue Tag ist noch unklar. Einige Republikaner, also Vertreter der Partei Trumps, und die Demokraten haben die Abstimmung forciert.

Worum geht es beim Epstein-Fall?

Der einflussreiche US-Multimillionär Epstein hatte über viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Dabei verging er sich auch selbst an seinen Opfern. Der Finanzier aus New York starb 2019 mit 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

Epsteins Tod und seine Kontakte in die amerikanische High Society lösten Spekulationen über die mögliche Verwicklung einflussreicher Kreise aus. Vor seiner Festnahme waren Prominente und Milliardäre bei ihm ein und aus gegangen – auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen.

Clinton wies Vorwürfe zurück

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump versucht, die Aufmerksamkeit auf Clinton zu lenken. Im Juli hatte er schon einmal gesagt, man solle über den Ex-Präsidenten sprechen. Der Demokrat Clinton (79) war von 1993 bis 2001 US-Präsident.

Ein Clinton-Sprecher hatte vor Jahren mitgeteilt, dass der Demokrat seit mehr als einem Jahrzehnt nichts mehr mit Epstein zu tun gehabt habe und nichts über die Verbrechen wisse.

Berüchtigte Insel in der Karibik

Epstein besaß eine Privatinsel in der Karibik, die ein Tatort gewesen sein soll. Trump hatte im Sommer behauptet, dass Clinton dort viele Male gewesen sei.

Der Sprecher Clintons hatte vor Jahren hingegen erklärt, Clinton sei «nie auf Little St. James Island, Epsteins Ranch in New Mexico, oder in seiner Residenz in Florida» gewesen. Clinton habe 2002 und 2003 vier Reisen mit Epsteins Flugzeug unternommen - auch im Kontext der Arbeit seiner Stiftung. 2002, so der Sprecher, habe es ein Treffen mit Epstein in dessen Büro in Harlem gegeben, und etwa zur gleichen Zeit sei Clinton mit einem Mitarbeiter und Leibwächtern bei einem Besuch in Epsteins New Yorker Wohnung gewesen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 68358680 |

Weitere Meldungen

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal. Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. (Ausland, 10.04.2026 - 04:15) weiterlesen...

Richter rügt Pentagon erneut wegen neuer Regeln für Presse. Medien protestierten, der Fall kam vor Gericht. In dem Rechtsstreit gibt es erneut eine Schlappe für die US-Regierung. Das Pentagon hat die Regeln für die Presse im eigenen Haus verschärft. (Ausland, 10.04.2026 - 03:45) weiterlesen...

Trump mischt sich in Ungarn-Wahlkampf ein: «Wählt Orban». Jetzt bekommt er Tage davor noch einmal Wahlkampfhilfe aus Washington. Der ungarische Regierungschef Viktor Orban sieht einer Wahl entgegen, die er verlieren könnte. (Ausland, 10.04.2026 - 03:22) weiterlesen...

Melania Trump streitet engere Verbindung zu Epstein ab. Jetzt sorgt sie mit einer Presseerklärung zu dem Thema für Aufsehen. Melania Trump stand bisher nicht im Mittelpunkt der Epstein-Akten. (Ausland, 09.04.2026 - 21:08) weiterlesen...

Feuerpause im Iran-Krieg auf der Kippe. Doch bereits kurz nach Beginn erwägt Iran, aus der Feuerpause auszusteigen - und verstößt selbst gegen die Vereinbarung mit den USA. Im Iran-Krieg sollen für zwei Wochen die Waffen schweigen. (Ausland, 08.04.2026 - 19:23) weiterlesen...

Feuerpause im Iran-Krieg - Aufatmen nach Trump-Ultimatum. Die Erleichterung ist groß, die Börsenkurse steigen, die Ölpreise sinken. Gespräche über einen Frieden folgen, doch der Ausgang ist ungewiss. Im Iran-Krieg sollen für zwei Wochen die Waffen schweigen. (Ausland, 08.04.2026 - 14:59) weiterlesen...