Grönland, USA

Trump-Drohungen - Grönlands Regierungschef warnt vor Panik

06.01.2026 - 11:32:37 | dpa.de

Den Bewohnern der Arktisinsel wird immer klarer: Der US-Präsident könnte mit seinen Annexionsplänen Ernst machen. Der grönländische Regierungschef Nielsen gibt sich dennoch optimistisch.

  • Venezuela und Grönland seien nicht vergleichbar, sagt der grönländische Regierungschef Jens Frederik Nielsen.  - Foto: Oscar Scott Carl/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
    Venezuela und Grönland seien nicht vergleichbar, sagt der grönländische Regierungschef Jens Frederik Nielsen. - Foto: Oscar Scott Carl/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa
  • Die USA greifen nach Grönland. Die Insel ist wegen ihrer strategischen Lage und der Rohstoffe unter dem Eis begehrt.  - Foto: Chris Szagola/AP/dpa
    Die USA greifen nach Grönland. Die Insel ist wegen ihrer strategischen Lage und der Rohstoffe unter dem Eis begehrt. - Foto: Chris Szagola/AP/dpa
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Vor dem Hintergrund der US-Ansprüche auf Grönland hat der grönländische Ministerpräsident Jens Frederik Nielsen seine Landsleute dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Er verstehe, dass manche Grönländer mit Blick auf die Situation in Venezuela beunruhigt über die jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump seien, sagte Nielsen dem dänischen Rundfunk zufolge bei einer Pressekonferenz in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. «Aber Venezuela und Grönland sind nicht vergleichbar.»

Trump hatte zuletzt erneut vor Journalisten betont: «Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit.» Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zu Dänemark gehört.

Grönlands Regierungschef ist Kommunikation über Medien satt

Nielsen forderte nun einen direkten Draht nach Washington. Er sei es satt, dass die Kommunikation mit den USA über die Medien stattfinde.

Grönland und die USA hätten in der Vergangenheit immer gut zusammengearbeitet. Eine Annexion Grönlands über Nacht werde nicht passieren. «Wir sind offen für einen Dialog», sagte Nielsen demnach. «Aber die internationalen Regeln und Gesetze basieren auf Frieden, Zusammenarbeit und getroffenen Vereinbarungen.» 

«Diese Zeiten verlangen nach Zusammenhalt», sagte Nielsen dem Sender DR zufolge weiter. «Wir müssen zeigen, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen, aber wir müssen auch Einigkeit unter den verbündeten Ländern demonstrieren.»

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