Ukraine, Russland

Militärgeheimdienst berichtet von Operation in Pokrowsk

04.11.2025 - 13:16:20

Dem ukrainischen Militärgeheimdienst ist es gelungen, eine Spezialeinheit in die umkämpfte Stadt Pokrowsk zu bringen. Zwar behauptete Russland, die Einheit zerstört zu haben. Aber sie kämpft weiter.

  • Eine Spezialeinheit des ukrainischen Militärgeheimdienstes will den Fall der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk aufhalten. (Archivbild) - Foto: Michael Shtekel/AP/dpa

    Michael Shtekel/AP/dpa

  • Der Chef des Militärgeheimdienstes HUR befehligt eine Kommandoaktion in Pokrowsk. (Archivbild)  - Foto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

    Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

Eine Spezialeinheit des ukrainischen Militärgeheimdienstes will den Fall der strategisch wichtigen Stadt Pokrowsk aufhalten. (Archivbild) - Foto: Michael Shtekel/AP/dpaDer Chef des Militärgeheimdienstes HUR befehligt eine Kommandoaktion in Pokrowsk. (Archivbild)  - Foto: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR kämpft nach eigenen Angaben nach der erfolgreichen Landung einer Spezialeinheit in der Stadt Pokrowsk im Gebiet Donezk weiter gegen die russischen Besatzer. Die Spezialeinheit «Timur» des HUR setze ihre Operation in der für die Logistik an der Front wichtigen Stadt fort, teilte der Geheimdienst bei Telegram mit. Demnach ist auch Geheimdienstchef Kyrylo Budanow selbst in Pokrowsk, wie aus Fotos und einem Video des HUR hervorgeht.

«Es finden heftige Kämpfe mit den russischen Besatzern statt», heißt es in der Mitteilung des Geheimdienstes. In der vergangenen Woche hatten Medien über die HUR-Operation berichtet.

Vereiteln soll die Spezialeinheit den Angaben nach Versuche des Feindes, seinen Feuerbereich zu erweitern. Auch andere Einheiten des Geheimdienstes seien an den Kämpfen beteiligt. Sie sollen den Fall der strategisch wichtigen Stadt aufhalten. Details nannte der HUR mit Rücksicht auf die Sicherheit der Truppen nicht.

Russland will ukrainische Angriffe abgewehrt haben

Das russische Verteidigungsministerium hatte vorige Woche noch behauptet, die Spezialeinheit nach ihrer Landung «vernichtet» zu haben. Die Einheit war mit dem Hubschrauber nach Pokrowsk verlegt worden, nachdem sich die Lage dort zugespitzt hatte. Der Kommandotrupp soll die Nachschublinien nach Pokrowsk freikämpfen. Der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Olexander Syrskyj, wies russische Behauptungen zurück, dass dort ukrainische Soldaten eingekreist seien.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete nun, dass mehrere Angriffe von ukrainischer Seite in Pokrowsk abgewehrt worden seien. Demnach tobt in der Stadt auch ein Häuserkampf, bei dem die russische Seite immer wieder die Zahl eingenommener Gebäude meldet. Russland versucht seit mehr als einem Jahr mit hohen Verlusten, die Bergbaustadt im Donbass einzunehmen, die vor dem Krieg etwa 60.000 Einwohner hatte.

Die Angaben der Kriegsparteien sind unabhängig nicht überprüfbar. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort Die Kriegsparteien wollen heute weiter über ein mögliches Ende des fast vier Jahre währenden Konflikts verhandeln. (Ausland, 01.02.2026 - 03:58) weiterlesen...

Russland greift ukrainische Ziele vor neuen Verhandlungen an. Stattdessen wählte Russland andere Ziele. Moskau hat vor neuen Verhandlungen mit Kiew über ein Ende des Kriegs angekündigt, keine Energieanlagen mehr zu beschießen. (Ausland, 31.01.2026 - 11:15) weiterlesen...

Angriffspause für das kalte Kiew? Kreml folgt Trumps Bitte. Bis dahin verspricht Moskau, die ukrainischen Städte nicht anzugreifen - aber nur solange. Die Ukraine und Russland sprechen am Sonntag wieder über Auswege aus dem seit vier Jahren tobenden Krieg. (Ausland, 30.01.2026 - 16:31) weiterlesen...

Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. (Boerse, 30.01.2026 - 13:51) weiterlesen...

Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu. Der Kreml stimmt zu - aber nur bis zu einer nächsten Runde von Verhandlungen. Trump hat Putin gebeten, Kiew und andere ukrainische Städte für ein paar Tage nicht anzugreifen. (Ausland, 30.01.2026 - 13:45) weiterlesen...

Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe Russland will sich öffentlich nicht darauf festlegen, ob das Land der Bitte von US-Präsident Donald Trump nach einer begrenzten Waffenruhe mit der Ukraine nachkommt. (Boerse, 30.01.2026 - 12:00) weiterlesen...