Russland, Ukraine

Russland will weiter mit USA im Ukraine-Krieg verhandeln

02.03.2026 - 12:12:24 | dpa.de

Dass die USA Russlands Verbündeten Iran bombardieren, hat in Moskau scharfe Kritik ausgelöst. Nun äußert sich der Kreml dazu, was das für die US-Vermittlung im Ukraine-Krieg bedeutet.

Russland ist nach Kremlangaben weiter offen für eine US-Vermittlung im Ukraine-Krieg. (Archivbild) - Bild: Ulf Mauder/dpa
Russland ist nach Kremlangaben weiter offen für eine US-Vermittlung im Ukraine-Krieg. (Archivbild) - Bild: Ulf Mauder/dpa

Moskau bleibt nach Kremlangaben ungeachtet seiner Kritik an den US-Angriffen auf den Iran offen für eine Vermittlerrolle Washingtons im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. «Wir schätzen weiterhin die Vermittlungsbemühungen der Vereinigten Staaten sehr, vertrauen aber in erster Linie nur uns selbst», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland werde sich auch weiterhin ausschließlich von seinen eigenen Interessen leiten lassen, sagte er.

Unklar ist, ob wegen der Lage im Nahen Osten die von der Ukraine für Anfang März angekündigten trilateralen Gespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Bühne gehen können. Zuletzt hatte es in Genf solche Gespräche gegeben.

Kreml: «Tiefe Enttäuschung» über US-Angriffe auf Iran

Peskow sprach angesichts der Luftschläge gegen den Iran von «tiefer Enttäuschung» im Kreml. Die USA hätten sich ungeachtet laufender Verhandlungen mit dem Iran für eine «direkte Aggression» gegen das Land entschieden.

Das Außenministerium in Moskau hatte bereits am Samstag die Angriffe Israels und der USA auf das Land scharf verurteilt. Kremlchef Wladimir Putin kritisierte die Tötung des iranischen Religionsführers Ali Chamenei als «zynischen Verstoß gegen alle Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts».

Russland ist Verbündeter des Iran und hatte mit der Führung in Teheran auch ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft geschlossen. Diese hat in der Vergangenheit auch gegenseitige Waffenlieferungen eingeschlossen, die Moskau etwa in seinem Krieg gegen die Ukraine eingesetzt hat. Anders als mit Nordkorea sieht die Partnerschaft aber keinen gegenseitigen militärischen Beistand vor. Ohnehin ist Russland weiter durch den Ukraine-Krieg gebunden, was kaum militärische Hilfe für den Iran zulässt.

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