Ukraine, Russland

Russische Rakete trifft Haus in Charkiw – Tote und Verletzte

07.03.2026 - 07:59:06 | dpa.de

Charkiw im Osten der Ukraine wird immer wieder besonders heftig von russischen Raketen getroffen. Diesmal schlug eine in einem Wohnhaus ein – mit schweren Folgen. Auch andere Regionen sind betroffen.

  • Behörden melden auch Kinder unter den Toten und Verletzten in Charkiw. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa
    Behörden melden auch Kinder unter den Toten und Verletzten in Charkiw. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa
  • In den Trümmern des von einer Rakete getroffenen Wohnhauses gab es mehrere Tote und Verletzte. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa
    In den Trümmern des von einer Rakete getroffenen Wohnhauses gab es mehrere Tote und Verletzte. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa
  • Mehrere Bewohner eines Hauses in Charkiw sind durch einen russischen Raketenangriff getötet worden.  - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa
    Mehrere Bewohner eines Hauses in Charkiw sind durch einen russischen Raketenangriff getötet worden. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa
Behörden melden auch Kinder unter den Toten und Verletzten in Charkiw. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa In den Trümmern des von einer Rakete getroffenen Wohnhauses gab es mehrere Tote und Verletzte. - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa Mehrere Bewohner eines Hauses in Charkiw sind durch einen russischen Raketenangriff getötet worden.  - Bild: Andrii Marienko/AP/dpa

Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens zehn Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, bei Telegram mit. Unter den Toten waren nach Behördenangaben auch eine Lehrerin und ihr Sohn sowie eine weitere Frau und ihre 13 Jahre alte Tochter. 16 Menschen seien verletzt worden.

Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder und dann am Nachmittag noch einmal erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen. In einigen Meldungen war von elf Toten die Rede, es handelte sich aber bisweilen nur um Teile von Leichen, die geborgen wurden. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg. 

Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als zehn Verletzten. «Russland hat 29 Raketen, davon fast die Hälfte ballistische Raketen, und 480 Drohnen, davon die meisten vom Typ Shahed, gegen die Ukraine eingesetzt», teilte er in den sozialen Netzwerken mit. Einmal mehr sei die Energieversorgung Ziel der russischen Angriffe gewesen. 

Er habe auch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron über den «massiven Angriff» gesprochen, teilte Selenskyj am Nachmittag mit. Dabei betonte er einmal mehr, dass es für die Ukraine wichtig sei, dass die von der EU zugesagte Unterstützung von 90 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahren nun auch freigegeben werde. 

Schäden in vielen Regionen - Verletzte auch in Kiew

Betroffen waren demnach auch Kiew, die westukrainischen Regionen Chmelnyzkyj und Tscherniwzi (Czernowitz) sowie die Eisenbahn in der Region Schytomyr im Nordwesten des Landes. «Es wurden Schäden in den Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja, Winnyzja, Odessa, Poltawa, Sumy und Tscherkassy festgestellt. Überall, wo es notwendig ist, sind die entsprechenden Dienste im Einsatz», teilte Selenskyj bei Telegram mit. 

In Kiew hatte Bürgermeister Vitali Klitschko wegen des Raketenalarms die Menschen aufgerufen, Schutz zu suchen. Er sprach am Nachmittag von drei Verletzten. 1.905 Gebäude seien wegen der Schäden an der Infrastruktur ohne Heizung, sagte er. Demnach stieg damit die Zahl der von der Wärmeversorgung durch die russischen Angriffe abgeschnittenen Gebäude auf fast 2.700.

Selenskyj: Brauchen mehr Schutz

Selenskyj appellierte einmal mehr an den Westen, Russland für «diese brutalen Angriffe gegen das Leben» zur Verantwortung zu ziehen. «Wir zählen auf eine aktive Zusammenarbeit mit der EU, um mehr Schutz für unsere Bevölkerung zu gewährleisten. Ich bin allen dankbar, die dazu beitragen, unseren Schutz zu verstärken», sagte er.

Russland führt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine seit mehr als vier Jahren. Das attackierte Land hatte von den westlichen Verbündeten zuletzt vor allem mehr Hilfe bei der Luftverteidigung verlangt. Beklagt wird immer wieder ein Mangel an Flugabwehrraketen.

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