USA, Iran

Wadephul zeigt sich prinzipiell bereit zu Absicherung von Seewegen

03.04.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung der Seehandelswege im Nahen Osten in Aussicht gestellt.

Johann Wadephul (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Johann Wadephul (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Wir haben - wie die USA und andere - ein Interesse daran, dass die Handelswege im Persischen Golf und im Roten Meer wieder geöffnet werden", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). "Und natürlich sind wir prinzipiell bereit, uns an einer Absicherung der Seewege zu beteiligen."

Auf die Nachfrage, ob er von einem Einsatz der Bundeswehr spreche, sagte Wadephul, über den Beitrag spreche man "mit einer größeren Gemeinschaft von Staaten, wenn der militärische Konflikt beigelegt ist und die rechtlichen Voraussetzungen dafür vorliegen". So weit sei man "bedauerlicherweise noch nicht".

Wadephul geht davon aus, dass die USA ihren Militäreinsatz gegen den Iran bald beenden werden. "Aus vielen Gesprächen mit den USA haben wir nicht den Eindruck, dass Präsident Trump ernsthaft erwägt, in einen großangelegten und langfristigen Bodeneinsatz hineinzugehen", sagte er. "Meine Erwartung ist schon, dass die USA nach Erreichen der militärischen Ziele ihren Einsatz in nicht allzu ferner Zukunft beenden."

US-Außenminister Marco Rubio habe als Ziele immer die Zerstörung des nuklearen Potenzials, des ballistischen Raketenprogramms und der Marine des Iran genannt, führte Wadephul aus. "Ein umfassender Regime-Change gehört nicht dazu."

Wadephul forderte die US-Regierung auf, eine völkerrechtliche Beurteilung des Krieges vorzulegen. Washington sei "gefordert, uns umfänglicher zu sagen, was ihre Beurteilung ist", sagte er. "Wir erwarten entsprechende Auskünfte nach Ostern."

Der Bundesaußenminister verwies darauf, dass sich der Iran über Jahrzehnte völkerrechtswidrig verhalten habe. "Er hat Israel bedroht und Staaten in der Region destabilisiert - auch über die Milizen der Hisbollah, der Huthis und der Hamas. Er hat entgegen den Regeln des Nichtverbreitungsvertrages sein Atomwaffenprogramm vorangetrieben." Außerdem sei der Iran international für Terroranschläge und entsprechende Planungen verantwortlich. "Das ist doch der Einstieg in eine völkerrechtliche Diskussion, die wir gemeinsam vertiefen wollen."

Es sei im deutschen Interesse, den Iran einzuhegen und ihn nicht zu einer größeren Gefahr für die Weltgemeinschaft werden zu lassen, erklärte der CDU-Politiker. "Ob und wie man das militärisch macht und welche Folgen das dann hat, steht auf einem anderen Blatt und ist letztlich eine Entscheidung der USA und Israels. Friedrich Merz hat gesagt: Wenn man uns gefragt hätte, wir hätten es nicht empfohlen. Und jetzt empfehlen wir dringend, eine Verhandlungslösung anzustreben", so Wadephul.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69059933 |

Weitere Meldungen

Nach Helikopter-Abschuss: US-Militär greift Ziele im Iran an. Die USA führen Vergeltungsschläge durch. Ein US-Militärhubschrauber stürzt vor der Küste des Omans ab - laut Präsident Trump ist der Iran verantwortlich. (Ausland, 10.06.2026 - 00:52) weiterlesen...

US-Streitkräfte starten neuen Angriff gegen Iran Die US-Streitkräfte haben neue Militärschläge gegen den Iran gestartet. (Ausland, 10.06.2026 - 00:02) weiterlesen...

US-Militär: Vergeltungsschläge gegen den Iran begonnen. Nun beginnen die USA nach eigenen Angaben mit Vergeltungsschlägen. In der Nacht stürzt ein US-Militärhubschrauber vor der Küste des Omans ab - laut Präsident Trump steht der Iran dahinter. (Ausland, 09.06.2026 - 23:36) weiterlesen...

Trump: Iran hat US-Militärhubschrauber abgeschossen. Das Militär rettet zwei Piloten. US-Präsident Trump zeigt nun mit dem Finger auf den Iran. In der Nacht stürzt ein US-Militärhubschrauber vor der Küste des Omans ab. (Ausland, 09.06.2026 - 19:07) weiterlesen...

Trump: Iran hat US-Hubschrauber abgeschossen - Reaktion nötig Der Iran hat nach US-Angaben einen Apache-Hubschrauber des US-Militärs abgeschossen, der über der Straße von Hormus patrouilliert haben soll.US-Präsident Donald Trump teilte am Dienstag weiter mit, auf den Abschuss reagieren zu müssen. (Ausland, 09.06.2026 - 18:53) weiterlesen...

Israel und Iran stellen Angriffe ein - und drohen weiter. Die Lage bleibt aber volatil. Beide Seiten drohen bei neuen Verstößen mit noch härteren Schlägen. Nach ihren gegenseitigen Attacken verkünden Israel und der Iran eine Feuerpause. (Ausland, 09.06.2026 - 04:05) weiterlesen...