Zwerchfellatmung: 10 bis 15 Atemzüge sollen Lunge und Schlaf unterstützen
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 19:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt der Herbst traditionell als die maßgebliche Phase zur Pflege und Stärkung der Lunge. Medizinische Experten für Atemwegsgesundheit heben in diesem Zusammenhang die gezielte Bauchatmung beziehungsweise Zwerchfellatmung als wirksames Instrument hervor, um die Lungenfunktion saisonal zu unterstützen und schlafbezogene Beschwerden zu lindern.
Typische Herbstbeschwerden und ganzheitliche Ansätze
Mit dem Einsetzen der kühleren und trockeneren Witterung im Herbst beobachten Fachleute bei vielen Menschen vermehrt körperliche Trockenheitssymptome. Dazu zählen eine trockene Mund- und Rachenschleimhaut sowie trockene Haut. Gleichzeitig wird in dieser Phase des Jahres häufig über einen unruhigen Nachtschlaf geklagt.
In der TCM-Gesundheitslehre wird der Herbst als besonders günstige Zeitspanne betrachtet, um die Lunge vor Austrocknung zu schützen. Ergänzend zu einer angepassten Ernährung – traditionell empfohlen werden feuchtigkeitsspendende Nahrungsmittel wie Birnen, Lilienzwiebeln oder der Silberohrpilz – gilt eine bewusste Atemführung als zentrale Säule der Gesundheitsvorsorge.
Physiologische Wirkung der Zwerchfellatmung
Die tiefe und verlangsamte Bauchatmung aktiviert das Zwerchfell in vollem Umfang. Durch das Absenken des Muskels bei der Einatmung vergrößert sich der Raum im Brustkorb, was zu einer Erhöhung des effektiv genutzten Lungenvolumens führt.
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Mediziner weisen darauf hin, dass diese mechanische Unterstützung nicht nur die Sauerstoffaufnahme und die allgemeine Lungenkapazität stabilisiert, sondern auch beruhigend auf das Nervensystem wirkt. Eine regelmäßige Anwendung kann somit dazu beitragen, nervöse Unruhe abzubauen und Schlaflosigkeit zu mindern.
Praktische Anleitung und empfohlene Frequenz
Für die korrekte Ausführung der Bauchatmung raten Fachleute zu einem strukturierten Ablauf:
- Einatmung: Die Luft wird langsam und tief durch die Nase eingezogen, während sich die Bauchdecke spürbar nach außen wölbt.
- Atemhaltephase: Nach der vollständigen Einatmung wird der Atem für drei Sekunden angehalten.
- Ausatmung: Das Ausatmen erfolgt kontrolliert durch den Mund, wobei die Bauchdecke wieder aktiv eingezogen wird.
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Hinsichtlich der Intensität wird empfohlen, pro Übungseinheit 10 bis 15 Atemzyklen durchzuführen. Zwei bis drei solcher Einheiten über den Tag verteilt gelten als ausreichend, um spürbare Effekte auf Atmung und Wohlbefinden zu erzielen.
Regionale Gesundheitsempfehlungen beschreiben diese Methode bisweilen auch unter Begriffen wie der sogenannten Nabelatmung. Fachliche Klarstellungen betonen dabei, dass es sich hierbei um eine metaphorische Umschreibung für eine tief in den Unterbauch gelenkte Atemtechnik handelt und nicht um einen tatsächlichen Gasaustausch über den Nabel.
