Zuckersteuer, Millionen

Zuckersteuer 2028: 450 Millionen Euro für Gesundheitsprävention

Veröffentlicht am: 04.07.2026 um 23:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Ärzteschaft fordert eine Ausweitung der geplanten Steuererhöhung auf alle alkoholischen Getränke und E-Zigaretten-Liquids.

Bundesärztekammer: Höhere Steuern auf Bier, Wein und E-Zigaretten
Gestapelte Euromünzen neben verschiedenen alkoholischen Getränken (Bier, Wein, Spirituosen), die Steuern auf Alkohol symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Betroffen sein sollen auch Bier, Wein und Liquids für E-Zigaretten.

Gefahr von Ausweichreaktionen

Die Medizinervertreter sprechen sich dafür aus, die Steuerpläne auf das gesamte Spektrum alkoholischer Getränke auszuweiten. Neben Spirituosen und Schaumwein sollten auch Bier und Wein teurer werden. Das Ziel: Konsumenten sollen nicht einfach auf günstigere Alternativen ausweichen können.

Zusätzlich fordert die Kammer eine höhere Besteuerung von Liquids für Einweg-E-Zigaretten. Deutschland nutze das Instrument der Lenkungssteuern im Vergleich zu anderen EU-Staaten nicht konsequent genug, so die Begründung.

Zweckgebundene Einnahmen

Die Ärzteschaft schlägt vor, die zusätzlichen Einnahmen in einen Public-Health-Fonds zu überführen. Damit sollen Prävention und Gesundheitsförderung finanziert werden.

Anzeige

Die geplante Steuererhöhung soll Anreize für eine gesündere Lebensweise schaffen – doch viele gesundheitliche Probleme lassen sich bereits durch einfache Umstellungen im Alltag lindern. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie stille Entzündungen im Körper erkennen und durch gezielte Ernährung Schmerzen und Müdigkeit reduzieren können. Gratis-Ratgeber: Entzündungshemmende Ernährung jetzt sichern

Haushaltspläne 2027

Die Forderungen beziehen sich auf Pläne von Finanzminister Klingbeil für den Bundeshaushalt 2027. Das Ministerium sieht eine Anhebung der Tabak- und Alkoholsteuer um 20 Prozent vor – allerdings nur für Spirituosen und Sekt.

Die Bundesärztekammer begrüßt die Regierungspläne grundsätzlich, sieht aber eine Lücke in der Wirksamkeit. Die Beschränkung auf einzelne Getränkearten verpuffe den Lenkungseffekt.

Zuckersteuer ab 2028

Parallel dazu plant die Koalition die Einführung einer Zuckersteuer auf Limonaden und Colas für 2028. Erwartete jährliche Einnahmen: rund 450 Millionen Euro. Schon jetzt ist ein Streit über die Verwendung entbrannt.

Der Deutsche Städtetag fordert, die Mittel den Kommunen zur Verfügung zu stellen. Hauptgeschäftsführer Schuchardt argumentiert, die Gelder könnten dort direkt für lokale Gesundheitsprävention eingesetzt werden.

Anzeige

Während die Politik über eine Zuckersteuer debattiert, unterschätzen viele Menschen die Gefahr von verstecktem Zucker in vermeintlich gesunden Lebensmitteln. Dieser Spezial-Report enthüllt die 10 größten Zuckerfallen im Supermarkt und zeigt Wege zu mehr Energie und besserer Verdauung auf. Kostenlosen PDF-Ratgeber: Zuckerfrei leben anfordern

Widerstand aus der Wirtschaft

Rund 300 Unternehmen der Getränkeindustrie lehnen die Steuer ab. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt sie dagegen ausdrücklich – mit dem Ziel, den Zuckerkonsum um etwa 20 Prozent zu senken. Die Steuer soll Anreize für gesündere Ernährung schaffen und langfristig Krankheitskosten senken.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69691504 |