Zuckerhaltige, Getränke

Zuckerhaltige Getränke: 31% höheres Angstrisiko bei Jugendlichen

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 17:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Meta-Analyse mit über zwei Millionen Teilnehmenden verknüpft zuckerhaltige Getränke mit Angst- und Depressionssymptomen bei Jugendlichen.

Jilin-Studie untersucht Bubble Tea und psychische Gesundheit
Ein minimalistisches, hell beleuchtetes medizinisches Labor mit Glasbechern auf Edelstahloberflächen bei sanftem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Eine umfangreiche Untersuchung der Jilin University in China liefert neue Erkenntnisse über die Verknüpfung von Ernährungsgewohnheiten und psychischer Gesundheit. Im Zentrum der im September 2026 thematisierten Meta-Analyse steht der Konsum von zuckerhaltigen Getränken, insbesondere Bubble Tea, und dessen statistische Korrelation mit Angstsymptomen und Depressionen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Inhaltsstoffe oder Konsummuster signifikante Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden junger Menschen haben könnten.

Umfangreiche Datenbasis aus 22 Ländern

Die wissenschaftliche Untersuchung, die unter anderem in der Fachzeitschrift „Depression and Anxiety“ veröffentlicht wurde, basiert auf einer breiten empirischen Grundlage. Die Forschenden werteten insgesamt 59 Einzelstudien aus, die eine Gesamtzahl von 2.050.716 Teilnehmern umfassen.

Die Daten stammen aus 22 verschiedenen Ländern, was der Analyse eine hohe internationale Relevanz verleiht. Ziel der Meta-Analyse war es, den Zusammenhang zwischen dem Konsum verschiedener alkoholfreier Getränke und dem Auftreten von psychischen Belastungen systematisch zu erfassen.

Dabei konzentrierte sich das Forschungsteam der Jilin University vor allem auf die Auswirkungen von kohlensäurehaltigen Softdrinks, Energy Drinks und dem weltweit populären Bubble Tea. Die schiere Größe der Stichprobe ermöglicht es, Trends über verschiedene kulturelle und geografische Räume hinweg zu identifizieren und statistisch abzusichern.

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Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die Beobachtung, dass ein hoher Konsum von alkoholfreien, zuckerhaltigen Getränken mit einer um 31 % höheren Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Angstzuständen verbunden ist.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass dieser Effekt besonders bei Kindern und Jugendlichen stark ausgeprägt ist. Vor allem Bubble Tea und kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke zeigten in den untersuchten Daten einen deutlichen Zusammenhang mit Angstsymptomen in dieser Altersgruppe.

Neben Angstzuständen untersuchten die Experten auch die Verbindung zu depressiven Verstimmungen. Hierbei zeigte sich, dass neben Bubble Tea auch klassische Softdrinks und Energy Drinks mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Depressionen assoziiert sind. Die Forschenden weisen jedoch explizit darauf hin, dass die vorliegenden Daten lediglich eine Korrelation belegen.

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Ein direkter kausaler Zusammenhang – also der Nachweis, dass der Konsum dieser Getränke die psychischen Probleme unmittelbar verursacht – lässt sich allein aus dieser Meta-Analyse noch nicht ableiten. Es bleibe zu klären, inwieweit andere Lebensstilfaktoren oder physiologische Mechanismen, wie etwa die hohe Zuckeraufnahme, eine Rolle spielen.

Differenzierte Ergebnisse bei Kaffee und zuckerhaltigen Getränken

Interessanterweise lieferte die Studie der Jilin University gegensätzliche Ergebnisse in Bezug auf den Konsum von Kaffee. Während zuckerhaltige Limonaden und Trendgetränke mit negativen psychischen Auswirkungen assoziiert wurden, wies Kaffee eine inverse Assoziation mit Depressionen auf. Das bedeutet, dass bei Kaffeetrinkern eine geringere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Depressionen beobachtet wurde.

Hinsichtlich des Auftretens von Angstzuständen konnten die Wissenschaftler bei Kaffee keinen signifikanten Zusammenhang feststellen. Diese Differenzierung unterstreicht, dass die psychischen Effekte von Getränken stark von deren spezifischer Zusammensetzung abhängen könnten.

Während Bubble Tea und Softdrinks oft hohe Mengen an Zucker und künstlichen Zusätzen enthalten, scheinen die Inhaltsstoffe von Kaffee andere Auswirkungen auf das neurologische System zu haben. Fachleute sehen in diesen Ergebnissen eine wichtige Grundlage für künftige Präventionsempfehlungen im Bereich der Jugendgesundheit.

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