ZoomMate: Zoom startet KI-Assistenten für 18 Euro pro Nutzer
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 11:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Zoom, OpenAI und Microsoft bringen eine neue Generation von KI-Assistenten auf den Markt, die Arbeitsabläufe grundlegend verändern sollen. Die Konzerne setzen auf autonome Agenten, die komplexe Aufgaben über mehrere Programme hinweg erledigen können.
ZoomMate: Der KI-Kollege für den Arbeitsalltag
Zoom hat am heutigen Montag mit ZoomMate einen KI-Assistenten vorgestellt, der Gesprächsinhalte aus Meetings direkt mit Unternehmenssystemen verknüpft. Die Software arbeitet mit Salesforce, Jira, Slack, ServiceNow und Workday zusammen. Nutzer können Daten und Arbeitsabläufe direkt aus der Zoom-Plattform synchronisieren.
Flankiert wird der Launch von der AI Productivity Suite mit den Tools Canvas, Slides, Sheets und Paper. ZoomMate ist zunächst in Nordamerika für umgerechnet rund 18 Euro pro Nutzer und Monat verfügbar. Die eigenständige Produktivitätssuite kostet etwa neun Euro. Eine Ausweitung auf Europa und Asien ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
OpenAI setzt auf Spezialisierung
Bereits am Sonntag erweiterte OpenAI sein Angebot für Unternehmen. ChatGPT Work basiert auf dem neuen Modell GPT-5.6 und kann Aufgaben über mehrere Dateien und Anwendungen hinweg ausführen – darunter Microsoft Teams, Slack, Google Drive und SharePoint.
Die Einführung geht mit einer Neuordnung des Software-Portfolios einher. Der Atlas-Browser wurde eingestellt, der Support endet am 9. August. Eine neue Windows-Desktop-Anwendung vereint stattdessen Chat, Codex und den Work-Agenten in einer Oberfläche. Die GPT-5.6-Familie umfasst drei Varianten: Sol für Höchstleistung, Terra für ausgewogene Effizienz und Luna für schnelle, kostengünstige Aufgaben.
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Microsoft zieht nach
Microsoft bestätigte am Sonntag, dass Microsoft 365 Copilot künftig auf GPT-5.6 setzt. Die Integration erfolgt über die OpenAI-Schnittstelle und betrifft Word, Excel, PowerPoint, Chat und die Cowork-Plattform. Ziel ist es, komplexe Dokumente zu erstellen, tiefgehende Datenanalysen durchzuführen und Präsentationen zu generieren.
Smarte Brillen und Übersetzungshardware
Auch die Hardware-Branche meldet sich zurück. DPVR brachte die KI-Brille VisionRay Flow Pro für umgerechnet rund 180 Euro auf den Markt. Das 35 Gramm leichte Gerät integriert ChatGPT und bietet Echtzeit-Übersetzungen per Knochenschall-Technologie.
Parallel dazu veröffentlichte VoicePing Version 3.0 seiner Unternehmensplattform. Sie unterstützt 48 Sprachen und wird bereits von über 1.000 Organisationen genutzt – mit mehr als 550 Millionen Sekunden übersetzter Audioinhalte.
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Ein Student der University of Plymouth entwickelte zudem eine kostengünstige Alternative: Ein Clip-on-Gerät für umgerechnet etwa 35 Euro projiziert übersetzte Sprache auf handelsübliche Brillengläser – gedacht vor allem für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen.
Forschung: KI schlägt menschliche Kommunikation
Forscher des südkoreanischen UNIST stellten auf der KI-Konferenz ICML 2026 in Seoul ein neues Kommunikationssystem namens LMAC vor. Es nutzt große Sprachmodelle, um Protokolle für KI-Agenten zu entwickeln. Im Strategiespiel StarCraft II erreichte das System eine Gewinnrate von 96,2 Prozent – und übertraf damit etablierte Methoden deutlich.
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