ZoomMate: Zoom startet KI-Assistent mit Produktivitätssuite
02.06.2026 - 00:30:34 | boerse-global.deMit ZoomMate und der neuen AI Productivity Suite will das Unternehmen am heutigen Dienstag vorgestellte Werkzeuge an den Start bringen, die Besprechungen direkt in fertige Arbeitsergebnisse verwandeln.
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Vom Meeting zur fertigen Präsentation
Die neue Produktivitätssuite besteht aus vier Kernanwendungen: Zoom Canvas, Slides, Sheets und Paper. Diese Tools greifen auf die Inhalte von Zoom-Meetings zu und erstellen daraus automatisch Dokumente, Präsentationen, Tabellen und Berichte. Das dürfte viele Büroangestellte freuen – denn laut unternehmenseigenen Daten verbringen rund 64 Prozent der Wissensarbeiter derzeit ein bis zwei Stunden pro Woche allein mit der manuellen Erstellung von Follow-up-E-Mails nach Meetings. Erste Nutzerdaten deuten auf eine Zeitersparnis von drei bis sechs Stunden pro Woche hin.
ZoomMate: Der KI-Kollege, der mitdenkt
Begleitend zu den Produktivitätsanwendungen kommt ZoomMate auf den Markt – ein sogenannter „agentischer" KI-Assistent. Die Schnittstelle arbeitet auf drei Säulen: Suchen, Orchestrieren und Abschließen.
Die Suchfunktion ermöglicht tiefgehende Recherchen über integrierte Plattformen wie Salesforce, ServiceNow und Workday. In der Orchestrierungsphase kann die KI mehrstufige Arbeitsabläufe ausführen und Aufgaben in Tools wie Jira und Slack verwalten. Die Abschlussphase nutzt dann die AI Productivity Suite, um die Ergebnisse in finale Dokumente zu gießen.
Die Integration geht weit über die eigenen Zoom-Tools hinaus. ZoomMate kann mit Microsoft Office, Google Workspace, Microsoft Teams und Google Meet interagieren. Nutzer können erstellte Inhalte direkt in gängige professionelle Formate oder PDF exportieren.
Preise und Marktreaktion
Die AI Productivity Suite gibt es als separates Add-on für zehn Euro pro Nutzer und Monat, inklusive eines Kontingents an KI-Credits. Das umfassendere ZoomMate-Abonnement kostet 20 Euro pro Nutzer und Monat und beinhaltet 2.200 KI-Credits sowie vollen Zugriff auf die Produktivitätssuite. Eine abgespeckte kostenlose Version ist ebenfalls verfügbar.
Der Start erfolgt zunächst in Nordamerika, eine globale Ausweitung auf die Regionen EMEA und APAC ist für einen späteren Zeitpunkt geplant.
Die Ankündigung kam an der Börse gut an: Die Aktie von Zoom Video Communications (ZM) legte deutlich zu und schloss bei umgerechnet rund 93 Euro. Rückenwind erhielt der Kurs durch starke Quartalszahlen, ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm im Wert von einer Milliarde Euro sowie eine angehobene Jahresprognose.
Branchentrend: KI-Boom im Büro
Der Launch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach KI-Lösungen am Arbeitsplatz enorm ist. Interne Studien zeigen: 72 Prozent der Nutzer bewerten den Einfluss von KI als hoch, 86 Prozent berichten von Produktivitätssteigerungen. Und 92 Prozent der befragten Unternehmen planen, ihre Ausgaben für Künstliche Intelligenz zu erhöhen.
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Rund 70 Prozent der US-amerikanischen Wissensarbeiter glauben, dass KI-Tools durch die Automatisierung repetitiver Verwaltungsaufgaben positiv zur Work-Life-Balance beitragen werden. Der Juni-Launch folgt auf eine Reihe KI-gestützter Updates im Frühjahr, darunter Live-Notizen, Aufgabenverwaltung und ein individuell anpassbares KI-Companion-Add-on.
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