Zoom, Slides

Zoom Slides: Präsentationen aus Meeting-Transkripten in 60 Sekunden

02.06.2026 - 12:20:22 | boerse-global.de

Zoom, Canva und Spezialanbieter bringen im Juni 2026 KI-Präsentationswerkzeuge auf den Markt, die Folien in Sekunden erstellen.

Navitas Semiconductor: la euforia por la IA convive con una dilución que los analistas aún no descuentan - Bild: über boerse-global.de
Navitas Semiconductor: la euforia por la IA convive con una dilución que los analistas aún no descuentan - Bild: über boerse-global.de

Mehrere Technologiekonzerne und Spezialanbieter haben eine Welle KI-gestützter Präsentationswerkzeuge auf den Markt gebracht. Die neuen Programme, die Anfang Juni 2026 erscheinen, verwandeln Besprechungsmitschnitte, Datensätze und kreative Inhalte in professionelle Folien – und das in weniger als einer Minute.

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Zoom integriert Präsentationen in KI-Produktivitätssuite

Am 1. Juni 2026 launchte Zoom seine KI Productivity Suite. Das Paket umfasst die Tools Zoom Canvas, Zoom Slides, Zoom Sheets und Zoom Paper. Die neue „Slides"-Komponente erstellt Präsentationen direkt aus Meeting-Transkripten, Dokumenten oder Texteingaben. Dieser „Meeting-to-Deck"-Workflow beinhaltet KI-generierte Sprechernotizen, Bilderstellung und die Anwendung von Markenvorlagen.

Die Suite ist Teil des breiteren Rollouts von ZoomMate, einem KI-Assistenten, der plattformübergreifend in Salesforce, Jira, Slack und ServiceNow suchen und Aufgaben orchestrieren kann. In Nordamerika kostet ZoomMate 20 Euro pro Nutzer und Monat, die KI Productivity Suite ist als Zusatzoption für rund 10 Euro erhältlich. Nach der Ankündigung stieg die Zoom-Aktie um 9,87 Prozent auf knapp 112 Euro. Analysten von RBC, Wedbush und Morgan Stanley sehen Kurspotenzial zwischen 105 und 130 Euro.

Spezialisierte Plugins für Unternehmen

Am 2. Juni 2026 brachte Irusiru ein PowerPoint-Plugin für Unternehmenskunden auf den Markt. Das Tool legt Wert auf Sicherheit: Die Folien werden lokal auf dem PC des Nutzers gespeichert. Ein dreimonatiges Support-Paket ist inbegriffen. Der Proof-of-Concept-Plan kostet umgerechnet rund 1.500 Euro für drei Monate.

Ebenfalls am 2. Juni aktualisierte KnowledgeSense seine Plattform ChatSense. Der Fokus liegt auf verbesserter Prompt-Automatisierung für die Unternehmens-Folienerstellung. Das System generiert komplexe Anfragen in Sekunden, greift auf interne Unternehmensdaten zu und exportiert fertige PPTX-Dateien. ChatSense bedient über 500 Firmenkunden, darunter Unternehmen aus dem japanischen Leitindex TSE Prime. Dies folgte auf den Launch von „Cowork" am 1. Juni – ein Browser-Automatisierungsdienst, der Datensammlung und Formularausfüllung per Sprachbefehl erledigt.

Kreativplattformen setzen auf KI-Layer und Geschwindigkeit

Die Design-Plattform Canva führte am 1. Juni „Canva AI 2.0" ein. Die Neuerung umfasst „Magic Layers", die statische Bilder in bearbeitbare Ebenen verwandeln. Hinzu kommen vollständige Offline-Bearbeitung und ein erweiterter App-Marktplatz.

Im Startup-Bereich launchte Simplified Anfang Juni „Riley". Dieser KI-Agent erstellt aus einer einzigen Eingabe innerhalb von rund 60 Sekunden Präsentationen mit bis zu 30 Folien. Das Tool bietet Markenkit-Anwendungen und mehrere Exportformate, darunter Social-Media-Karussells. Riley ist über ein kostenloses Guthaben-Modell oder ein Monatsabo für rund 27 Euro verfügbar.

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Weitere Entwicklungen der letzten Maitage und des frühen Juni:

  • MagicSlides AI: Version 2.6.0 vom 31. Mai unterstützt die Folienerstellung aus URLs, PDFs und Bildern in über 130 Sprachen.
  • Dokie AI: Das Tool nutzt GPT Image 2 für visuelle Generierung und bietet ein Freemium-Modell für professionelle PowerPoint-Exporte.
  • OpenAI Codex: Ein Windows-App-Update (v26.527) vom 29. Mai ermöglicht KI-gesteuerte Desktop-Steuerung und die Verwaltung von Vordergrundanwendungen.

Integration mit etablierten Office-Suiten

Google kündigte am 27. Mai die Einführung von „Preferred Sources" für seine KI-Suchfunktionen an. Nutzer können bis zu zwei bevorzugte Websites für die Informationsbeschaffung festlegen. Für den Sommer 2026 plant Google die Integration von „Pics", einem KI-Bildeditor, in Workspace-Anwendungen wie Gmail, Docs und Slides. Das Tool ermöglicht Echtzeit-Objektauswahl, Textübersetzung in Bildern und kollaborative Bearbeitung für Premium-Abonnenten.

Tempo steigt, aber Nachbearbeitung bleibt nötig

Marktbeobachter stellen fest: Die Generierungsgeschwindigkeit hat sich deutlich erhöht – die meisten Tools produzieren Folien in unter 60 Sekunden. Dennoch ist oft manuelle Nacharbeit erforderlich, um die endgültige Qualität sicherzustellen. Vergleiche zwischen etablierten Tools wie Beautiful.ai und den Neueinsteigern deuten auf einen Trend hin zu „markengebundenen" und „erzählorientierten" Funktionen hin. Der Markt wird erwachsen – und damit auch die Ansprüche der Nutzer.

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