Zoom-Lücke CVE-2026-53412: Angreifer können Konten übernehmen
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine schwerwiegende Sicherheitslücke in der Windows-Software von Zoom hätte es Angreifern ermöglicht, fremde Benutzerkonten vollständig zu übernehmen. Der Videodienst hat nun Notfall-Updates veröffentlicht.
Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-53412 erreicht auf der CVSS-Risikoskala den Wert 9,8 von maximal 10 Punkten – eine nahezu kritische Einstufung. Betroffen sind mehrere Versionen der Windows-Clients sowie die Entwickler-Kits des Unternehmens.
So funktioniert der Angriff
Das Problem liegt in einer unzureichenden Eingabeüberprüfung der Windows-Desktop-Anwendungen. Sicherheitsexperten zufolge könnte ein nicht authentisierter Angreifer über eine Netzwerkverbindung still und heimlich die Kontrolle über ein fremdes Konto übernehmen – ohne dass das Opfer etwas davon mitbekommt.
Entdeckt wurde die Lücke vom hauseigenen Offensive Security Team von Zoom bei routinemäßigen Tests. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die Schwachstelle von Angreifern ausgenutzt wurde.
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Welche Versionen betroffen sind
Die Sicherheitslücke betrifft folgende Windows-Produkte:
- Zoom Workplace für Windows: Versionen vor 7.0.0
- Zoom VDI Client: Versionen vor 7.0.10, 6.6.15 und 6.5.18
- Zoom Meeting SDK: Versionen vor 7.0.0
Weitere Schwachstellen geschlossen
Im selben Update-Zyklus hat Zoom drei weitere hochriskante Sicherheitslücken behoben:
- CVE-2026-53411: Ein Eingabevalidierungsfehler (CVSS 7,8 bis 8,8)
- CVE-2026-53409: Eine Schwachstelle zur Rechteausweitung (CVSS 7,8 bis 8,8)
- CVE-2026-53410: Eine sogenannte TOCTOU-Lücke (CVSS 7,0 bis 8,8)
Diese Fehler betreffen vor allem die lokale Rechteausweitung – sie sind dann gefährlich, wenn ein Angreifer bereits Zugriff auf ein System hat.
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Handlungsempfehlung
Zoom rät allen Nutzern und Administratoren, umgehend auf die aktuellsten Versionen zu aktualisieren. Die Patches für den VDI-Client verteilen sich über mehrere Versionszweige, um unterschiedlichen Anforderungen in Unternehmen gerecht zu werden.
Erst Anfang des Jahres hatte Zoom eine weitere kritische Lücke (CVE-2026-22844) in seinen Node-Multimedia-Routern geschlossen. Dass die aktuelle Schwachstelle von internen Sicherheitsexperten entdeckt wurde, werten Beobachter als positives Zeichen: Das Unternehmen scheint seine Bemühungen zu verstärken, Sicherheitslücken zu finden, bevor Angreifer sie ausnutzen können.
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