Zoom, KI-Notizen

Zoom erweitert KI-Notizen aufs Smartphone und öffnet Suche für Drittanbieter

19.05.2026 - 06:08:31 | boerse-global.de

Zoom erweitert seinen KI-Assistenten um mobile Meeting-Notizen und eine unternehmensübergreifende Suche, um die digitale Zusammenarbeit zu revolutionieren.

Zoom erweitert KI-Notizen aufs Smartphone und öffnet Suche für Drittanbieter - Foto: über boerse-global.de
Zoom erweitert KI-Notizen aufs Smartphone und öffnet Suche für Drittanbieter - Foto: über boerse-global.de

Mit neuen mobilen Funktionen für den persönlichen Assistenten „My Notes" und einer erweiterten unternehmensübergreifenden Suche will Zoom die Lücke zwischen persönlichen Gesprächen und digitaler Dokumentation schließen.

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My Notes: Vom Desktop in die Hosentasche

Im Mittelpunkt des Updates steht die mobile Version von My Notes. Der KI-gestützte Assistent kann ab sofort persönliche Besprechungen direkt vom Smartphone aus aufzeichnen, transkribieren und zusammenfassen. Die Synchronisation mit der Desktop-Plattform soll einen lückenlosen Verlauf von Entscheidungen und Aufgaben ermöglichen – unabhängig davon, wo ein Meeting stattfindet.

Das Tool wird voraussichtlich noch im Mai für alle zahlenden Zoom-Workplace-Abonnenten verfügbar sein. Es richtet sich an die wachsende Zahl von Mitarbeitern, die Besprechungen nicht mehr nur am Schreibtisch, sondern auch in Besprechungsräumen oder unterwegs führen. Die Desktop-Version von My Notes bleibt weiterhin plattformübergreifend einsetzbar – auch für Microsoft Teams und Google Meet.

Zoom positioniert My Notes bewusst als mehr als nur ein Transkriptionstool. Der Dienst soll zu einem „System des Handelns" werden: Direkt aus der Notizoberfläche lassen sich Folge-E-Mails entwerfen oder Aufgaben anlegen. Für Unternehmen ohne umfassenden Enterprise-Tarif wird My Notes als eigenständiges Produkt für zehn Euro pro Nutzer und Monat angeboten.

Agentische Suche durchbricht Datensilos

Parallel dazu hat Zoom seinen Model Context Protocol (MCP) Server erweitert. Diese Schnittstelle erlaubt dem KI-Assistenten, Daten aus externen Geschäftsanwendungen wie Salesforce, Workday und ServiceNow abzurufen und zu verarbeiten. Die sogenannte „agentische Suche" kann über zehn verfügbare Drittanbieter-Connectors hinweg Abfragen durchführen – etwa Mitarbeiterdaten aus Workday oder Kundeninformationen aus Salesforce abrufen.

Das Ziel: Nutzer sollen komplexe Fragen direkt in der Zoom-Umgebung stellen können und Antworten erhalten, die im gesamten Geschäftskontext ihres Unternehmens verankert sind. Besonders für Entwickler wurde eine neue Plugin-Schnittstelle für OpenAI Codex geschaffen, die Meeting-Intelligenz direkt in Software-Entwicklungsumgebungen bringt.

KI-Seitenleiste wird kontextsensitiv

Die Mai-Aktualisierung bringt auch strukturelle Veränderungen in der Zoom-Workplace-Oberfläche. Die KI-Companion-Seitenleiste wandert von der globalen Navigation zu produkt-spezifischen Bereichen – etwa in Mail, Kalender, Chat und Telefonie. Das soll kontextbezogenere Hilfe bieten, die auf die jeweilige Aufgabe zugeschnitten ist.

Ein neuer Workflow-Automation-Builder mit KI-Unterstützung erlaubt es Nutzern, automatisierte Prozesse per Dialog zu erstellen. Neu hinzugekommen ist ein „Reasoning AI"-Knoten, der es dem System ermöglicht, Aufgaben in natürlicher Sprache zu beschreiben und auf Basis spezifischer Wissensdokumente auszuführen.

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Strategischer Wandel: Vom Videodienst zur KI-Plattform

Die aktuellen Entwicklungen sind Teil einer umfassenden Transformation, die CEO Eric Yuan seit der Umbenennung des Unternehmens in „Zoom Communications" Ende 2024 vorantreibt. Der Fokus hat sich deutlich von reinen Videomeetings hin zu einer integrierten intelligenten Kollaborationsplattform verschoben.

Die Zahlen untermauern diesen Kurs: Für das Geschäftsjahr 2026 prognosticiert Zoom einen Jahresumsatz zwischen 4,85 und 4,86 Milliarden Euro. Der KI-Assistent verzeichnete Ende 2024 ein monatliches Nutzerwachstum von 59 Prozent. Indem Zoom den Basis-KI-Companion in kostenpflichtigen Tarifen ohne Aufpreis anbietet, schafft das Unternehmen eine attraktive Grundlage für weiterführende Monetarisierung – etwa das Custom-AI-Companion-Add-on für zwölf Euro pro Nutzer und Monat.

Ausblick: Autonome Agenten als nächster Schritt

Die Zukunft der Plattform liegt in sogenannten agentischen Fähigkeiten – Systeme, die nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern eigenständig handeln können. Der im Herbst 2025 eingeführte Gruppenassistent „Zoomie" war ein erster Vorgeschmack. Er beantwortet Fragen und führt Aufgaben in Team-Chats und physischen Zoom-Räumen aus.

Für 2026 erwartet Zoom eine weitere Verfeinerung der „My Memory"-Oberfläche, die persönliche Kontexte wie Rolle und Präferenzen über mehrere Gespräche hinweg speichert. Je mehr Unternehmen von experimentellen KI-Projekten zu messbaren Geschäftsergebnissen übergehen, desto entscheidender wird die Fähigkeit von KI-Agenten, nahtlos über verschiedene Software-Ökosysteme und physische Umgebungen hinweg zu operieren.

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