Zeekr, Auto

Zeekr sperrt Auto nach Grenzübertritt: 30 Stunden ohne Funktionen

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 10:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein Zeekr-Fahrer verlor nach Grenzübertritt für über 30 Stunden Smart-Funktionen. Der Vorfall verdeutlicht die Abhängigkeit von Hersteller-Clouds und fordert Regulierer.

Zeekr-Sperre zeigt Risiken der Cloud-Abhängigkeit bei E-Autos
Modernes Armaturenbrett eines Elektroautos mit digitalen Anzeigen und leuchtendem Touchscreen in einer dunklen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Elektro-SUV-Besitzer erlebte eine böse Überraschung: Sein Zeekr verlor nach der Einreise nach Kasachstan für über 30 Stunden wichtige Smart-Funktionen. Der Vorfall zeigt, wie abhängig Autofahrer von der Cloud werden.

Wenn der Hersteller die Kontrolle übernimmt

Navigation, Cloud-Musik, elektronisches Handsuhfach – alles gesperrt. Der Grund: Der Fahrer war mit seinem Zeekr von China nach Kasachstan gefahren. Der Hersteller begründete die Sperre als Diebstahlschutz. Man wolle verhindern, dass Fahrzeuge illegal exportiert werden.

Kernfunktionen wie Antrieb und Bremsen blieben laut Zeekr jederzeit verfügbar. Zur Entsperrung musste der Besitzer Zolldokumente und Ausweise einreichen. Nach erfolgreicher Prüfung hob der Hersteller die Sperre wieder auf.

Branchenbeobachter und Behörden fordern jetzt klare Regeln. Die Trennung von Hardware-Besitz und Software-Kontrolle müsse besser geschützt werden.

Digitale Schlüssel: Fortschritt mit Risiken

Trotz der Bedenken treibt die Industrie die Vernetzung voran. Der Entwickler IAV präsentierte neue Lösungen für digitale Fahrzeugschlüssel. Bluetooth, NFC und Ultra-Wideband machen das Smartphone oder die Smartwatch zum Autoschlüssel. Besonders für Car-Sharing und Flottenmanagement ist das interessant.

Ford plant ab 2027 eine native Apple-Navigationslösung in seine Elektro-Plattform. Ohne Smartphone-Kopplung läuft die Software direkt im Fahrzeug. Das ermöglicht optimierte Routen mit Ladestopps und Akku-Vortemperierung.

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BSI warnt vor KI-gestützten Angriffen

Die Vernetzung macht Autos auch angreifbarer. BSI-Präsidentin Claudia Plattner warnt vor einer verschärften Sicherheitslage. Künstliche Intelligenz werde zunehmend für Cyber-Attacken genutzt. Das BSI gründet daher gemeinsam mit der Bundesnetzagentur ein neues Institut für KI-Sicherheit.

Auch Sicherheitsexperten von Arctic Wolf bestätigen: KI identifiziert und nutzt Schwachstellen bereits eigenständig aus. Unternehmen müssen ihre Abwehr und Transparenz deutlich verbessern.

EU verschärft Regeln für vernetzte Produkte

Ab Ende 2027 greift der EU Cyber Resilience Act (CRA). Er schreibt verbindliche Sicherheitsstandards für vernetzte Produkte vor – inklusive „Security by Design“ und „Security by Default“. Ein digitaler Produktpass soll ab 2027 sicherheitsrelevante Daten bündeln.

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Zero-Day-Lücke in Check Point-Software

Wie real die Bedrohung ist, zeigt eine kritische Lücke in der Management-Software SmartConsole von Check Point. Die Schwachstelle CVE-2026-16232 erlaubt Angreifern unter bestimmten Bedingungen, die Authentifizierung zu umgehen und Admin-Rechte zu erlangen. Die US-Behörde CISA stuft die Lücke als bereits aktiv ausgenutzt ein. Betroffene Organisationen sollten die Patches sofort einspielen.

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