Zahnkorrektur, Angelalign

Zahnkorrektur: Angelalign meldet 25 Prozent mehr Kontaktfläche der Schiene

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 05:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die neue Angelalign-Funktion erhöht laut Unternehmen die Zahnkontaktfläche um 25 Prozent und startet in Europa mit Drehmomentkorrekturen.

Angelalign bringt neue Schienentechnik für Drehmomentkorrekturen nach Europa
Moderne, sterile Zahnarztpraxis mit hochwertiger medizinischer Ausstattung in hellem, natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Behandlung von Zahnfehlstellungen mit transparenten Schienen entwickelt sich technisch kontinuierlich weiter. Ein aktuelles Beispiel liefert das chinesische Unternehmen Angelalign Technology (6699.HK), das seine neu entwickelte Funktion „Pressure Points" nach Europa bringt.

Laut einem Bericht von prnewswire.com ersetzt die Technologie die bisher verwendeten „Torque Ridges" und soll künftig präzisere Drehmomentkorrekturen an Zähnen ermöglichen.

Was die neue Technologie leisten soll

Nach Angaben aus dem Bericht startet Pressure Points zunächst in einer Konfiguration, die sich auf Drehmomentkorrekturen konzentriert. Eine Ausweitung auf die Bereiche Rotation und Intrusion sei bereits geplant, ebenso ein weltweiter Vertrieb der Funktion über die bisherige Markteinführung in Europa hinaus.

Technisch zeichnet sich die neue Lösung durch eine hohe Trimmlinie aus, die die gesamte Zahnoberfläche sowie bis zu 2 mm des Zahnfleischs bedeckt. Dadurch soll die Kontaktfläche zwischen Schiene und Zahn vergrößert werden. Bei der Einzelpunkt-Konfiguration steigt die Zahnkontaktfläche laut Angelalign um 25 Prozent.

Eine größere Kontaktfläche gilt in der Fachpraxis als Faktor, der die Kraftübertragung bei orthodontischen Bewegungen beeinflussen kann – insbesondere bei komplexeren Korrekturen wie Drehmoment- oder Rotationsbewegungen, die mit herkömmlichen Schienensystemen mitunter schwerer zu steuern sind.

Das Unternehmen hinter der Innovation

Angelalign Technology wurde 2003 gegründet und ist seit 2021 börsennotiert. Laut einem Bericht von eqs-news.com verzeichnet das Unternehmen mittlerweile über 2 Millionen kumulierte Behandlungsfälle und ist in mehr als 60 Ländern präsent.

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Mit der neuen Konfiguration gibt der Hersteller eine um 25 Prozent erhöhte Kontaktfläche bei einem einzelnen Druckpunkt an — ein Faktor, der für die Kraftübertragung bei der Zahnbewegung relevant sein dürfte. Wie Sie Pressure Points statt Torque Ridges in Ihrer Praxis einordnen, zeigt unser kostenloser Leitfaden. Praxis-Leitfaden Pressure Points jetzt anfordern

Diese Reichweite positioniert das Unternehmen als einen der etablierten Anbieter im internationalen Markt für transparente Zahnschienen, der sich seit Jahren im Wettbewerb mit anderen Herstellern aus diesem Segment befindet.

Bedeutung für Patienten und Praxen

Für Zahnärzte und Kieferorthopäden, die mit transparenten Schienensystemen arbeiten, könnten technische Verbesserungen bei der Kraftübertragung praktische Auswirkungen auf die Behandlungsplanung haben.

Komplexere Zahnbewegungen gelten in der klinischen Praxis traditionell als Herausforderung für schienenbasierte Systeme, da die Kontrolle über Drehmoment, Rotation und Intrusion im Vergleich zu festsitzenden Zahnspangen limitierter sein kann.

Technologische Weiterentwicklungen, die die Kontaktfläche zwischen Schiene und Zahn vergrößern, zielen typischerweise darauf ab, diese Einschränkungen zu reduzieren.

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Die hohe Trimmlinie deckt die gesamte Zahnoberfläche und bis zu 2 mm des Zahnfleischs ab — das kann Druckstellen begünstigen. Unser Ratgeber bündelt 5 Tipps zur Vermeidung von Gingiva-Reizungen und eine Checkliste zur Schienen-Konfiguration. Checkliste gegen Gingiva-Reizungen sichern

Für Patienten in Europa bedeutet die Einführung von Pressure Points zunächst vor allem eine Erweiterung der verfügbaren Behandlungsoptionen bei Drehmomentkorrekturen. Ob und wann die angekündigte Ausweitung auf Rotations- und Intrusionsbewegungen sowie der globale Rollout tatsächlich erfolgen, bleibt nach aktuellem Stand noch offen. Angelalign hat diese Schritte jedoch als nächste Entwicklungsstufen der Technologie benannt.

Die Einführung reiht sich in einen Markt ein, in dem Anbieter zunehmend versuchen, die Präzision digital geplanter Zahnkorrekturen zu erhöhen und gleichzeitig die Einsatzmöglichkeiten transparenter Schienen auf komplexere Fälle auszuweiten, die bislang eher klassischen Zahnspangen vorbehalten waren.

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