Zahngesundheit: Wer Zahnarzt meidet, riskiert Herzinfarkt und Demenz
05.07.2026 - 15:52:42 | boerse-global.de
Gleichzeitig zeigen Studien: Mundgesundheit beeinflusst Herzinfarkt und Demenz.
Digitale Helfer bei Regelschmerzen
Ende Mai kam „femCycle“ auf den Markt. Die App hilft Betroffenen mit individuellen Vorschlägen bei Regelschmerzen und Endometriose. Der Trend zu digitaler Selbsthilfe ist kein Zufall: Daten der Universität Oxford aus 2024 zeigen, dass FemTech-Apps wie Flo oder Clue weltweit über 250 Millionen Downloads verzeichneten.
Auslöser der Schmerzen ist oft das Hormon Prostaglandin. Neben Technologie setzen Experten auf Ernährung. Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und serotoninreiche Lebensmittel sollen Krämpfen vorbeugen. Während der Menstruation empfehlen Ärzte Eisen und warme Getränke. Scharfe Gewürze und Alkohol sind tabu. Schmerzmittel helfen zwar, sollten aber nicht übermäßig eingenommen werden.
Endometriose: Bessere Versorgung, neue Hürden
Die Diagnose und Behandlung von Endometriose hat sich verbessert. Am Universitätsklinikum Halle arbeitet das Projekt „Endo Eve“ an optimierten Therapien. Gynäkologe Markus Wallwiener sieht Fortschritte: Neben der hormonellen Standardtherapie per Pille helfen minimalinvasive Eingriffe per Schlüsselloch-Chirurgie.
Doch politische Pläne bereiten Sorgen. Die Endometriose-Vereinigung Deutschland kritisiert Bestrebungen, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Eine Attestpflicht ab dem ersten Tag würde chronisch Kranke massiv belasten. Das Risiko von Präsentismus – Arbeiten trotz Krankheit – steigt.
Melatonin gegen Schmerzen?
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Ein systematischer Review mit 23 Studien und 2028 Teilnehmenden untersuchte die Wirkung des Schlafhormons. Ergebnis: Melatonin lindert muskuloskelettale Schmerzen um etwa 9 Punkte auf einer 100er-Skala. Bei 3 bis 10 Milligramm verbesserte sich zudem die Schlafqualität bei chronischen Schmerzpatienten. Die Nebenwirkungen blieben mild.
Zahnpflege als Herzschutz
Die Zahnmedizin entdeckt geschlechtsspezifische Unterschiede. Studien von 2015 und 2016 zeigen: Der Speichel von Frauen ist deutlich saurer als der von Männern. Das erhöht die Kariesanfälligkeit. Xylitol nach den Mahlzeiten kann die Remineralisierung fördern. Mediziner fordern mehr geschlechtsspezifische Forschung.
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Eine US-Studie mit über 90.000 Teilnehmenden ab 55 Jahren belegt die systemischen Risiken: Wer aus Kostengründen auf Zahnarztbesuche verzichtet, hat ein höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz und Demenz. Laut der Untersuchung ließen sich 2 bis 4 Prozent dieser Erkrankungen vermeiden, wenn finanzielle Barrieren wegfallen.
Doch selbst wer regelmäßig zum Zahnarzt geht, macht oft Fehler bei der Mundhygiene. Zu viel Kraft bei Zahnseide oder falsche Führung von Interdentalbürsten schädigen das Zahnfleisch – statt die Zähne zu schützen.
