Zahnfüllungen, EU-Amalgamverbot

Zahnfüllungen: EU-Amalgamverbot macht Keramikimplantate zur Standard

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das EU-Amalgamverbot seit 2025 stärkt metallfreie Zahnversorgung mit Keramik, digitaler Planung und individuell abgestimmten Behandlungskonzepten.

EU-Amalgamverbot: Keramikimplantate und digitale Zahnmedizin gewinnen an Bedeutung
Ein weißes Zirkonoxid-Implantat auf einer hellen, strukturierten Oberfläche in einer modernen Zahnarztpraxis. Illustration mit AI erstellt.

Seit dem 1. Januar 2025 darf Dentalamalgam in der Europäischen Union grundsätzlich nicht mehr verwendet werden. Grundlage ist die EU-Verordnung 2024/1849, die den Einsatz der quecksilberhaltigen Legierung als Zahnfüllmaterial nur noch in Ausnahmefällen erlaubt, wenn zwingende medizinische Gründe vorliegen. Damit rückt ein Material aus der zahnmedizinischen Praxis, das über Jahrzehnte als Standardlösung für Zahnfüllungen galt: Amalgam zeichnet sich durch eine Langlebigkeit von meist über zehn Jahren aus, sein Einsatz war bislang lediglich bei schweren Nierenfunktionsstörungen oder seltenen Allergien ausgeschlossen.

Keramikimplantate als metallfreie Alternative

Im Zuge des Verbots rücken metallfreie Versorgungen stärker in den Fokus von Fachpraxen. Keramikimplantate aus Zirkonoxid gelten als metallfrei und zahnfarben. Gegenüber einer Brücke bieten sie den Vorteil, dass benachbarte Zähne nicht beschliffen werden müssen und der Kieferknochen weiterhin belastet bleibt, was seinem Abbau entgegenwirken kann.

Vor jedem Eingriff mit Keramikimplantaten erfolgt laut Fachpraxen eine dreidimensionale Planung; ist zu wenig Knochensubstanz vorhanden, ist zudem ein Knochenaufbau möglich.

Auch Patienten mit Behandlungsangst finden zunehmend zugeschnittene Konzepte. Fachpraxen bieten bei Bedarf Dämmerschlaf oder Vollnarkose an. Ein Beispiel liefert die Salzburger Zahnarztpraxis White is Beautiful unter Leitung von Dr. Stephan Hinz: Der erste Termin dient dort ausschließlich dem Kennenlernen und Gespräch, ohne dass bereits behandelt wird – die eigentliche Behandlung erfolgt anschließend im selbst bestimmten Tempo.

Neben einer Lachgasbehandlung, bei der Patienten wach und ansprechbar bleiben, stehen bei umfangreichen Eingriffen oder ausgeprägter Angst auch Dämmerschlaf oder Vollnarkose zur Verfügung, betreut von Fachärzten für Anästhesie. Die Praxis bietet zudem Keramikimplantate, Keramikrestaurationen, Veneers, Zahnregulierungen und Generalsanierungen an und verfügt über ein eigenes zahntechnisches Meisterlabor.

Ganzheitliche Ansätze in der Schweiz

Ein weiteres Beispiel für den Trend zu metallfreier Zahnmedizin findet sich im Therapiezentrum Zahn & Mensch in Merenschwand in der Schweiz, das von der Zahnärztin und Bioresonanztherapeutin Sabine Vaucher gemeinsam mit Zahnärztin Korina Smoljo geleitet wird. Das dortige Angebot reicht über metallfreie Materialien und Amalgamsanierungen hinaus und umfasst auch Entgiftung, die Behandlung von Kiefergelenksproblemen (CMD), Störfelddiagnostik, Bioresonanz, Mundakupunktur, Psychosomatische Energetik, Darmsanierung, TimeWaver-Frequenztherapie, Fussreflexzonenmassage sowie Lüscher-Farb-Diagnostik.

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Seit dem 1. Januar 2025 darf Dentalamalgam in der EU grundsätzlich nicht mehr verwendet werden. Wer jetzt eine Füllung oder einen Zahnersatz braucht, steht vor der Frage: Welches metallfreie Material passt zu mir? Der kostenlose Leitfaden führt Sie in drei Schritten durch die Entscheidung — von der Materialauswahl bis zur angstfreien Behandlung. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Das Beispiel zeigt, dass sich der Wegfall von Amalgam in manchen Praxen mit einem breiteren, ganzheitlich ausgerichteten Behandlungsverständnis verbindet.

Fortschritte in Implantologie und Zahntechnik

Auch technisch hat sich die Implantologie weiterentwickelt. Dr. Mirko Solderer, mit Praxen in Bozen, Kurtatsch und Sterzing tätig, ist seit über 30 Jahren mit seinem Team im Bereich Implantologie und Parodontologie aktiv.

Ihm zufolge sind Implantate heute weniger kostenintensiv als früher, während die Behandlungsverfahren zunehmend schonender und schneller geworden sind. Eine genaue Planung mit dreidimensionalen Aufnahmen und computergestützten Verfahren ermögliche eine präzise Vorbereitung des Eingriffs und verkürze die Zeit im Behandlungsstuhl.

Parallel dazu entwickelt sich auch die Zahntechnik weiter. Ein hybrides Dentallabor kombiniert digitale CAD/CAM-Infrastruktur mit analogem Pressverfahren und umweltzahntechnischer Materialkompetenz, mit Schwerpunkt auf metallfreien Versorgungen aus Komposit und Keramik sowie allergenarmen Werkstoffen wie Zirkonoxid und Keramiken mit geringer Plaqueakkumulation.

Durch das Outsourcing zeitintensiver Prozesse an eine spezialisierte Werkbank können Partnerlabore entlastet und fixe Personalkosten in variable Produktionskosten umgewandelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Dental Facelift, bei dem die vertikale Dimension des Gebisses im Rahmen einer systematischen Bisshebung rekonstruiert wird.

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Viele Patienten schieben den Zahnarztbesuch auf, weil sie Angst vor dem Eingriff haben. Dabei bieten Praxen heute einen ersten Termin nur zum Kennenlernen, Behandlung im selbst bestimmten Tempo und auf Wunsch Dämmerschlaf oder Vollnarkose. Der kostenlose Praxisguide zeigt, wie eine Behandlung ohne Druck abläuft. Praxisguide angstfreie Behandlung sichern

Fazit

Das seit 2025 geltende EU-Amalgamverbot markiert einen Einschnitt für die restaurative Zahnmedizin und beschleunigt eine Entwicklung, die in vielen Praxen bereits im Gange war: den Übergang zu metallfreien, zahnfarbenen und zunehmend digital geplanten Versorgungen. Für Patienten bedeutet dies mehr Auswahl an Materialien und Behandlungskonzepten – von klassischer Implantologie bis hin zu ganzheitlich ausgerichteten Praxiskonzepten.

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