Zahlungsbetrug: Jeder Vierte in Deutschland betroffen – 394 Euro Schaden
15.06.2026 - 02:26:36 | boerse-global.de
Verbraucherschützer haben konkrete Strategien entwickelt, wie sich Ausgaben senken lassen.
Mobilität und Energie: Die größten Stellschrauben
Die Verbraucherzentrale Hamburg rät zu einem genauen Blick auf die täglichen Gewohnheiten. Beim Auto lassen sich Spritkosten durch Fahrgemeinschaften, gebündelte Wege oder Homeoffice reduzieren. Bei den Haushaltskosten steht die Überprüfung von Heiz- und Stromverträgen an erster Stelle.
Anzeige: Jeder vierte Deutsche wurde bereits Opfer von Online-Zahlungsbetrug – der durchschnittliche Schaden liegt bei 394 Euro. Besonders die Generation Z ist mit 46 Prozent betroffen. Mit unserem 3-Schritte-Sicherheitscheck schützen Sie sich effektiv. Jetzt kostenlosen Sicherheits-Check anfordern
Elektrogeräte sollten komplett ausgeschaltet werden, statt im Stand-by-Modus zu laufen. Großgeräte wie Spül- und Waschmaschinen gehören nur voll beladen eingeschaltet.
Clever einkaufen und vorsorgen
Beim Lebensmitteleinkauf hilft gezielte Planung. Essenspläne und Einkaufszettel beugen Impulskäufen vor. Vergleichen Sie Grundpreise, bevorzugen Sie Saisonware und kochen Sie häufiger selbst.
Zur langfristigen Absicherung empfehlen die Experten ein Haushaltsbuch und eine Notreserve von zwei bis vier Monatsgehältern.
Balkonkraftwerke: Strom selbst erzeugen
Steckerfertige Solaranlagen, sogenannte Balkonkraftwerke, werden immer beliebter. Ein Beispielsystem bietet Speicherkapazitäten von rund fünf Kilowattstunden und eine Modulleistung von 2000 Watt-Peak. Anbieter versprechen Stromkostenersparnisse von mehreren tausend Euro über zehn Jahre.
Wichtig: Die Anlage muss im Marktstammdatenregister angemeldet werden. Bei Mietwohnungen ist die Zustimmung des Eigentümers nötig.
Steuern optimieren: Die Werbungskostenfalle
Die durchschnittliche Steuererstattung lag 2021 bei 1.172 Euro, so das Statistische Bundesamt. Die Werbungskostenpauschale beträgt 1.230 Euro. Wer mehr ausgibt, kann seine Steuerlast senken.
Absetzbar sind unter anderem die Pendlerpauschale, Weiterbildungskosten, ein Arbeitszimmer oder Umzugskosten aus familiären Gründen.
Rentenbeiträge: Steht eine Erhöhung an?
Die Deutsche Rentenversicherung warnt vor möglichen Mehrbelastungen. Hintergrund sind geplante Kürzungen der Bundeszuschüsse um vier Milliarden Euro für 2027. Alexander Gunkel, Vorstandsvorsitzender, sagt: Diese Kürzungen könnten die Ziele des Rentenpakets 2025 konterkarieren.
Ohne die Zuschüsse müsste der Beitragssatz von 18,6 auf 18,8 Prozent steigen. Für den 1. Juli ist eine Rentenerhöhung um 4,2 Prozent vorgesehen – Kostenpunkt: rund 0,4 Milliarden Euro.
Online-Betrug: Jeder Vierte schon einmal betroffen
Anzeige: Fast die Hälfte der 16- bis 26-Jährigen erlebte bereits Zahlungsbetrug. Doch auch ältere Verbraucher zahlen im Schnitt 675 Euro pro Fall. Unsere Checkliste zeigt, wie Sie Phishing und Betrugsmaschen sofort erkennen. Betrugs-Checkliste jetzt sichern
Finanzielle Verluste durch Online-Kriminalität sind ein unterschätzter Risikofaktor. Eine Adyen-Studie vom Mai 2026 mit 20.000 Befragten weltweit zeigt: In Deutschland gab jeder vierte Verbraucher an, in den letzten zwölf Monaten Opfer von Zahlungsbetrug geworden zu sein.
Besonders betroffen ist die Generation Z (16 bis 26 Jahre) mit einer Betroffenenquote von 46 Prozent. Der durchschnittliche Schaden pro Fall liegt bei 394 Euro. Bei den über 70-Jährigen sind es mit 675 Euro deutlich mehr, obwohl diese Gruppe seltener betroffen ist.
Die Studie zeigt auch eine Verhaltensänderung: 19 Prozent der Konsumenten kaufen aus Angst vor Betrug wieder häufiger im stationären Handel ein. Mehr als ein Viertel begrüßt Sicherheitsmaßnahmen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
