Ypsomed und smartpatient: Injektionsgeräte werden mit MyTherapy vernetzt
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 10:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Schweizer Medizintechnikhersteller Ypsomed und das zu Redcare Pharmacy gehörende Digital-Health-Unternehmen smartpatient bündeln ihre Technologien. Wie aus Unternehmensberichten vom 14. Oktober 2026 hervorgeht, vernetzen die beiden Partner intelligente Injektionsgeräte künftig direkt mit der digitalen Plattform MyTherapy, um Patientinnen und Patienten bei der Durchführung ihrer Therapien gezielter zu unterstützen.
Im Zentrum der gemeinsamen Lösung steht die Verbindung von Hardware und digitaler Begleitung. Über das sogenannte SmartPilot-Add-on wird der etablierte YpsoMate-Autoinjektor von Ypsomed zu einem vernetzten System für die Medikamentenverabreichung aufgerüstet. Dieses Modul erfasst relevante Nutzungsdaten bei der Injektion automatisch und überträgt sie an entsprechende Systeme.
Digitale Schnittstelle für Patientensupport und Erinnerungen
Durch die direkte Integration in MyTherapy fließen die generierten Injektionsdaten nahtlos in die bestehende App-Umgebung von smartpatient ein. Die Plattform kombiniert die technischen Daten der Selbstinjektion mit weiteren Unterstützungsangeboten: Vorgesehen sind medikamentöse Erinnerungsfunktionen, strukturierte Informationen zur Therapie sowie ergänzende Angebote des Patientensupports. Auf diese Weise sollen Anwender bei der regelmäßigen und korrekten Einnahme ihrer Präparate begleitet werden.
Vernetzte Injektionsgeräte liefern erst dann Wert, wenn die Daten in der Therapiebegleitung ankommen — genau hier setzt die neue Kooperation zwischen Injektionshardware und digitaler Patientenplattform an. Für Pharmaunternehmen heißt das: Selbstinjektionsdaten lassen sich in bestehende digitale Patientenprogramme einbinden, ohne ein eigenes, teures Plattform-Ökosystem aufzubauen. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen, welche Bausteine Sie selbst verantworten und wo Partnerschaften schneller zum Ziel führen. Pharma-Leitfaden jetzt anfordern
Die Zusammenarbeit zielt insbesondere auf die pharmazeutische Industrie ab. Durch die Verknüpfung der Systeme erhalten Pharmaunternehmen die Möglichkeit, Daten aus der Selbstinjektion ihrer Medikamente in bestehende digitale Patientenprogramme zu integrieren. Ein aufwendiger Aufbau eigener, proprietärer Plattform-Ökosysteme für die digitale Begleitung entfällt dadurch für die Hersteller.
Erste Projekte in der Entwicklung
Für die Umsetzung zeichnen auf Seiten von Ypsomed Florian Kühni und für smartpatient Sebastian Seibold verantwortlich. Beide Seiten hoben den praktischen Nutzen hervor, den die Zusammenführung von Injektionshardware und skalierbarer digitaler Patientenführung für die Behandlungsqualität und Anwenderfreundlichkeit biete.
Die Therapieadhärenz bei Selbstinjektion entscheidet über den Behandlungserfolg — doch ohne Daten aus der Anwendung bleibt sie für Pharmaunternehmen eine Blackbox. Die Kombination aus vernetzter Injektionshardware und skalierbarer digitaler Patientenführung soll genau diese Lücke schließen: Erinnerungen, Therapie-Informationen und Support greifen dann auf die tatsächlichen Injektionsdaten zu. Wie Sie Adhärenz-Daten sauber integrieren und auswerten, zeigt unser kostenloser Leitfaden. Adhärenz-Leitfaden jetzt sichern
Erste Implementierungen der kombinierten Lösung befinden sich laut den Unternehmen bereits in der Entwicklung. Über den genauen Zeitpunkt der Markteinführung erster kommerzieller Anwendungen machten die Partner zunächst keine Angaben.
