Yellow, Mandarake

Yellow Hat und Mandarake: 1,8 Mio. Datensätze nach Cyberangriffen

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 16:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei Yellow Hat könnten bis zu 1.801.499 Datensätze betroffen sein, während Mandarake nach dem Angriff mit Einschränkungen im Betrieb kämpft.

Yellow Hat und Mandarake melden Cyberangriffe auf Kundendaten
Ein dunkler Serverraum mit blinkenden Kontrollleuchten in einem modernen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt.

Der japanische Einzelhändler Yellow Hat hat einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall in seinem digitalen Buchungssystem bekannt gegeben. Wie das Unternehmen am 28. August mitteilte, kam es zu einem unbefugten Zugriff auf das Online-System für Werkstattreservierungen. Nach derzeitigem Kenntnisstand könnten davon bis zu 1.801.499 Datensätze betroffen sein.

Die Sicherheitsverletzung betrifft sensible Kundeninformationen. Demnach besteht die Möglichkeit, dass Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Mitgliedsnummern von Kunden in die Hände unbefugter Dritter gelangt sind. Der Betreiber betonte jedoch in einer Stellungnahme am 28. August, dass nach aktuellem Untersuchungsstand keine Kreditkarteninformationen, Passwörter oder spezifischen Fahrzeugdaten entwendet wurden.

Notfallmaßnahmen und zeitlicher Ablauf bei Yellow Hat

Erste Unregelmäßigkeiten im System wurden bereits am 18. August registriert. Das Unternehmen reagierte umgehend auf die Entdeckung des unbefugten Zugriffs und leitete Notfallmaßnahmen ein, zu denen auch die vorübergehende Abschaltung der betroffenen Systeme gehörte, um weiteren Datenabfluss zu verhindern und die Sicherheitslücke zu analysieren.

Mandarake ebenfalls von Cyberangriff betroffen

Parallel zu den Vorfällen bei Yellow Hat meldete das japanische Handels- und Auktionshaus Mandarake ebenfalls eine Kompromittierung seiner IT-Infrastruktur. Am späten Abend des 27. August, gegen 23:00 Uhr, stellte das Unternehmen einen unbefugten Zugriff auf seine Server fest.

Die Verantwortlichen von Mandarake gehen davon aus, dass Kundendaten von Nutzern betroffen sein könnten, die bis zum 28. August um 06:00 Uhr morgens Bestellungen über die Versandhandelsplattform getätigt haben.

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Zu den potenziell abgeflossenen Informationen gehören Namen, Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Auch in diesem Fall gab das Unternehmen am 27. August Entwarnung bezüglich besonders kritischer Finanzdaten: Kreditkarteninformationen und Passwörter seien nicht Teil des Datenlecks.

Betriebliche Einschränkungen und aktuelle Lage

Der Vorfall bei Mandarake hat erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. Eine für den Zeitraum geplante große Auktionsveranstaltung musste verschoben werden. Das Unternehmen veröffentlichte zudem einen Zeitplan für die Wiederaufnahme seiner digitalen Dienste. Demnach wird die Rückkehr des Online-Shops für den 2. September erwartet, während die Auktionsplattform voraussichtlich am 7. September wieder in Betrieb gehen soll.

Am heutigen 1. September mehrten sich jedoch Berichte über anhaltende technische Schwierigkeiten. In den frühen Morgenstunden gaben Nutzer mehrfach an, dass der Online-Versandhandel nicht erreichbar sei.

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Beobachtungen zeigen, dass reguläre URLs des Shops derzeit auf die offizielle Startseite umgeleitet werden. Eine offizielle Stellungnahme zu diesen aktuellen Verbindungsproblemen oder eine Bestätigung der Ursache liegt seitens Mandarake zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

Die Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden Risiken für japanische Handelsplattformen durch gezielte Angriffe auf die IT-Sicherheit. Beide Unternehmen arbeiten an der Aufarbeitung der Vorfälle, wobei die Sicherung der Kundendaten und die Wiederherstellung des regulären Betriebs im Vordergrund stehen.

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