Xuanji A3: BYD stellt ersten 4-Nanometer-Chip fürs autonome Fahren vor
29.05.2026 - 00:30:29 | boerse-global.de
Der chinesische Autobauer BYD hat mit dem Xuanji A3 den ersten in China entwickelten 4-Nanometer-Chip fürs autonome Fahren vorgestellt. Der Prozessor soll künftig Fahrzeuge der Stufen 3 und 4 steuern und die Abhängigkeit von US-Konzernen wie Nvidia und Qualcomm verringern.
Während Giganten wie BYD die technologische Landkarte neu zeichnen, verpassen viele Anleger die größten Börsenchancen seit dem Internet-Boom. Welche drei KI-Aktien aktuell das größte Wachstumspotenzial bieten, enthüllt dieser kostenlose Insider-Report. Die 3 vielversprechendsten KI-Aktien jetzt kostenlos entdecken
Technische Daten: 700 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde
Der Xuanji A3 befindet sich bereits in der Massenproduktion. Ein einzelner Chip leistet 700 TOPS (Billionen Rechenoperationen pro Sekunde). In einer Drei-Chip-Cluster-Konfiguration erreicht das System über 2.100 TOPS. Die Hardware verfügt über eine 16-Kern-CPU und eine Bandbreite von 273 GB/s. Zudem erfüllt der Chip den höchsten funktionalen Sicherheitsstandard ASIL-D.
BYD gibt an, dass der Chip pro Recheneinheit rund 20 Prozent weniger Strom verbraucht als vergleichbare Produkte. Das Unternehmen betreibt derzeit rund 3,15 Millionen Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen, die täglich 200 Millionen Kilometer Fahrdaten generieren. Für die neue Stadt-Navigationsfunktion bietet BYD den Nutzern eine einjährige Sicherheitsgarantie.
Strategie der vertikalen Integration
Die Entwicklung des Xuanji A3 ist Teil einer umfassenden Strategie: BYD hat über 100 Milliarden Yuan (rund 14,75 Milliarden Euro) in die Halbleiterforschung investiert. Das Chip-Entwicklungsteam umfasst mehr als 7.000 Mitarbeiter. Mit fünf eigenen Wafer-Fabriken bezeichnet sich BYD als einzigen Autobauer mit einer vollständigen Chip-Fertigungskette.
Das Unternehmen hat bereits über 2.000 verschiedene Chip-Produkte auf den Markt gebracht. Branchenbeobachter sehen darin erhebliche Kostenvorteile. Interne Schätzungen gehen davon aus, dass die Produktionskosten nur etwa ein Drittel der internationaler Alternativen betragen.
Ausbau der Fahrerassistenzsysteme
Die neue Hardware soll das „Gottes Auge“-Assistenzsystem in der gesamten Modellpalette unterstützen – bis hinunter zum Einstiegs-Elektroauto Seagull, das ab rund 10.300 Euro erhältlich ist. Das Lidar-System „God‘s Eye B“ (DiPilot 300) wird als kostenpflichtige Option für 12.000 Yuan (rund 1.770 Euro) angeboten.
Die technologische Evolution in der Automobilbranche ist nur ein Teil der nächsten industriellen Revolution, in die aktuell Milliarden fließen. Erfahren Sie im Gratis-Report von Finanztrends.de, welche Unternehmen bei den Themen Robotik und KI weltweit ganz vorne dabei sind. Jetzt Gewinner der neuen Industrierevolution kostenlos herausfinden
Am 28. Mai brachte BYD zudem den Song Ultra DM-i, einen Plug-in-Hybrid-SUV, in China auf den Markt. Er ist mit dem „God‘s Eye C“-System und einem KI-Agenten ausgestattet. Zwei Tage zuvor war der 2026er Sealion 06 DM-i erschienen, ebenfalls mit optionalem Lidar-Paket.
Schwieriges Marktumfeld und Export-Erleges
Die technologischen Fortschritte kommen in einer schwierigen Phase für den Heimatmarkt. Im ersten Quartal 2026 sank BYDs Umsatz um 12 Prozent auf 150,2 Milliarden Yuan, der Nettogewinn brach um 55 Prozent auf 4,09 Milliarden Yuan (599 Millionen Euro) ein. Die Inlandsauslieferungen in China fielen im April 2026 um 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Ganz anders sieht es beim Export aus: Die Ausfuhren stiegen im selben Monat um über 70 Prozent auf 135.098 Fahrzeuge.
Wettbewerb und neue Geschäftsfelder
Der chinesische Halbleitersektor erlebt einen regelrechten Boom bei Eigenentwicklungen. Erst am 27. Mai zertifizierten die Behörden neun heimische KI-Prozessoren von Unternehmen wie Huawei und Alibaba für die staatliche Beschaffung. Xiaomi setzt bei seinem XRING O1 auf ein 3-Nanometer-Verfahren, NIO entwickelt den 5-Nanometer-Chip Shenji NX9031.
Doch BYD denkt noch weiter: Der Konzern expandiert ins Robotik-Geschäft und hat kürzlich die siebte Generation seines humanoiden Roboters Yao-Shun-Yu vorgestellt. Eine Pilotphase mit 20 Einheiten ist für das vierte Quartal 2026 in europäischen Autohäusern geplant. Eine Verbraucherversion für den Haushalt soll 2029 folgen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
