XRP Ledger 3.2.0: Ripple aktiviert KI-Zahlungen im Netzwerk
22.06.2026 - 02:31:19 | boerse-global.de
Der Krypto-Konzern Ripple rüstet sein Netzwerk für die Zukunft: Künstliche Intelligenz soll künftig selbstständig Transaktionen durchführen können.
Mit der neuen Version 3.2.0 des XRP Ledger (XRPL) führt Ripple native Zahlungsmöglichkeiten für autonome KI-Agenten ein. Das Unternehmen baut zudem sein Entwicklungsteam für generative KI-Plattformen aus – ein klares Signal für den strategischen Wandel hin zur automatisierten Finanzinfrastruktur.
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Technische Basis für Maschinen-Zahlungen
Das Update, das in diesen Tagen live gegangen ist, integriert das sogenannte x402-Protokoll. Es erlaubt KI-Agenten, eigenständig On-Chain-Zahlungen mit XRP und der Stablecoin RLUSD durchzuführen. Die Kernsoftware des Netzwerks wurde von „rippled" auf „xrpld" umbenannt – Teil des neuen XLS-0095-Standards.
Die technischen Verbesserungen gehen weit über neue Zahlungsfunktionen hinaus. Die Knoten-Software benötigt nun rund 30 bis 40 Prozent weniger Arbeitsspeicher. Parallel hat Ripple das XRPL AI Starter Kit veröffentlicht. Dieses Toolkit soll Entwicklern den Einstieg erleichtern, wenn sie Systeme bauen, in denen KI-Agenten Dienstleistungen wie API-Zugriffe oder maschinelle Inferenz ohne menschliches Zutun bezahlen.
Branchenbeobachter sehen darin einen entscheidenden Schritt. Phil Kwok von EasyA bezeichnete autonome Agenten als „den primären Katalysator für die Adoption im XRPL-Ökosystem". RippleX-Entwickler Ayo Akinyele betonte, dass die 3- bis 5-Sekunden-Abwicklungszeit des XRPL und die Nutzung von nicht-verwahrenden Wallets für diese Maschine-zu-Maschine-Transaktionen essenziell seien.
Personalsuche für generative KI
Um die technischen Neuerungen voranzutreiben, sucht Ripple gezielt Fachkräfte in San Francisco. Ausgeschrieben ist eine Stelle als Staff Software Engineer für die GenAI-Plattform. Die Aufgabe: die Entwicklung von Multi-Agent-Orchestrierungs-Frameworks, sicheren Ausführungsumgebungen und Entwicklerwerkzeugen für generative KI.
Das Team soll die Grundlagenplattform schaffen, auf der diese Agenten innerhalb definierter Sicherheitskontrollen mit der Blockchain interagieren können.
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Partnerschaften und Ökosystem-Wachstum
Der Vorstoß in KI-Zahlungen fällt mit breiteren Branchenkooperationen zusammen. Am vergangenen Wochenende startete Mastercard seine Infrastruktur „Agent Pay for Machines" – mit Ripple als Schlüsselpartner neben Coinbase und Blockchain.com. Ziel ist es, traditionelle Zahlungsschienen mit Stablecoins zu verbinden, um autonome Maschinentransaktionen zu ermöglichen.
Der XRPL ist zudem in das t54.ai-Toolkit integriert worden. Damit ist das Netzwerk mit einem Ökosystem verbunden, das namhafte Technologie- und Finanzkonzerne wie AWS, Google, Visa und Stripe umfasst.
Aktuelle Marktlage
Obwohl der XRPL sich für KI-getriebene Volumen positioniert, dominiert derzeit noch USDC die x402-basierten Aktivitäten. Marktberichte vom 21. Juni zeigen: USDC hat über 120 Millionen Transaktionen mit einem Volumen von 41 Millionen US-Douglas über das Protokoll abgewickelt.
Der XRP-Kurs blieb zuletzt stabil bei rund 1,14 US-Dollar. Die Nettozuflüsse in XRP-Produkte beliefen sich in der vergangenen Woche auf etwa 10,66 Millionen US-Dollar. Analysten beobachten zudem, dass die Börsenreserven des Tokens mit 1,6 Milliarden Token ein Mehrjahrestief erreicht haben – trotz erheblicher Nettozuflüsse in den letzten 90 Tagen.
