XPeng Robotaxi: Chinas erster fahrerloser Serienbetrieb ab 2027
07.06.2026 - 22:19:27 | boerse-global.de
Der chinesische Hersteller XPeng hat als erster Autobauer des Landes ein speziell entwickeltes Robotaxi in Serie produziert. Das Fahrzeug auf der GX-Plattform ist für autonomes Fahren der Stufe 4 ausgelegt und setzt – ähnlich wie Tesla – auf eine rein kamerabasierte Sensorik. Noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen erste Pilotbetriebe starten, ab Anfang 2027 will XPeng vollkommen fahrerlose Robotaxis auf die Straße bringen.
Der Durchbruch autonomer Fahrzeuge wie die von XPeng markiert den Beginn einer neuen Ära, in der künstliche Intelligenz die Industrie grundlegend transformiert. Erfahren Sie im kostenlosen Spezialreport, welche Unternehmen die nächste industrielle Revolution anführen und wo das große Geld gerade hinfließt. Jetzt gratis herausfinden, wer die Gewinner der neuen Industrierevolution sind
Starke Nachfrage nach automatisierter Technik
Der Schritt folgt auf eine bemerkenswerte Marktreaktion. Nach der Einführung des VLA 2.0-Systems Ende März 2026 schnellten die Bestellungen für entsprechende Modelle im April um 118 Prozent in die Höhe. Die Aktivierungsrate des Systems liegt bei beeindruckenden 98,52 Prozent, die Zahl manueller Eingriffe pro Fahrt sank um ein Viertel. XPeng profitiert damit von einer wachsenden Akzeptanz autonomer Technologien in der chinesischen Bevölkerung.
Regulierungsbehörden bremsen nach Störfall
Doch der Markt steht vor Hürden. Peking hat die Ausstellung neuer Robotaxi-Lizenzen vorerst gestoppt. Auslöser war ein schwerwiegender Vorfall am 30. März 2026: Damals blieben in Wuhan über 100 Fahrzeuge von Baidus Apollo Go-Flotte liegen. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) ordnete daraufhin eine umfassende Sicherheitsüberprüfung an.
Baidu selbst investiert seit 2013 über 150 Milliarden Yuan in autonomes Fahren – doch die Rechnung geht bislang nicht auf. Im ersten Quartal 2023 standen Roboteraxi-Einnahmen von umgerechnet rund 5,28 Millionen Yuan Forschungsausgaben von 5,4 Milliarden Yuan gegenüber. Das Verhältnis zeigt: Der Weg zur Profitabilität ist steinig.
Pony.ai auf Expansionskurs
Andere Anbieter wachsen trotz roter Zahlen. Pony.ai steigerte seinen Umsatz 2025 um 20 Prozent auf 90 Millionen US-Dollar. Das Robotaxi-Geschäft legte sogar um 128,6 Prozent auf 16,6 Millionen US-Dollar zu. Dennoch weitete sich der bereinigte Nettoverlust um knapp ein Drittel auf 174 Millionen US-Dollar aus.
Positiv: In Guangzhou (November 2025) und Shenzhen (Februar 2026) erzielte Pony.ai erstmals eine Gewinnschwelle pro Fahrzeug. Die Flotte umfasst derzeit 1.446 Fahrzeuge – bis Ende 2026 sollen es über 3.000 sein.
Börsengang und neue Technologien
Auch der Kapitalmarkt zeigt Interesse. T3 Mobility reichte am 22. April 2026 einen Börsenantrag in Hongkong ein. Die Plattform mit einem Jahresumsatz von 171 Milliarden Yuan (2025) hat Chinas erstes vertikales Large Language Model für Mobilität entwickelt und betreibt über 300 Robotaxis in einem hybriden Dispositionssystem.
Während Robotaxi-Flotten weltweit expandieren, rückt die Frage nach den profitabelsten KI-Technologien hinter diesen Entwicklungen immer stärker in den Fokus von Investoren. Dieser Gratis-Report enthüllt die Namen der drei größten KI-Gewinner-Aktien, die laut Experten das Potenzial zu den nächsten Milliardengewinnern haben. Die 3 aussichtsreichsten KI-Profiteure jetzt kostenlos nachlesen
Internationale Konkurrenz und europäische Öffnung
Während China vorprescht, holt Tesla auf. Der US-Hersteller startete im April 2026 die Serienproduktion seines Cybercab in Texas – ohne Lenkrad und Pedale, zu Herstellungskosten von unter 30.000 US-Dollar. Allerdings belastet ein Rechtsstreit in China: Tesla wurde 2026 zur Zahlung von 1,68 Milliarden Yuan verurteilt, nachdem ein Todesfall mit dem Assistenzsystem in Verbindung gebracht wurde.
In Europa öffnen sich die Märkte. Die EU verabschiedete im Juni 2026 einen Testrahmen für Robotaxis, der grenzüberschreitende Versuche vereinfacht. Nach einem Pilotprojekt mit Pony.ai und Uber in Zagreb (8. April 2026) sind Tests in London, Madrid und München geplant.
Milliardenmarkt in Sicht
Trotz aller regulatorischen und finanziellen Hürden bleibt der Ausblick positiv. Goldman Sachs prognostiziert dem globalen Robotaxi-Markt bis 2030 ein Volumen zwischen 40 und 45,7 Milliarden US-Dollar. Treiber sind sinkende Kosten: Die neueste Generation autonomer Fahrsysteme von Pony.ai kostet in der Herstellung 70 Prozent weniger als die Vorgängerversion.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
