Xpeng, L03

Xpeng L03 SUV: 35.600 Euro für 445 Kilometer Reichweite

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 01:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Xpeng präsentiert in München den Elektro-SUV L03 ab 35.600 Euro und fordert mit hoher Reichweite und KI-Chips die etablierte Konkurrenz heraus.

Xpeng L03 SUV: Chinesische E-Auto-Offensive gegen Tesla und Audi
Ein futuristisches Flugauto-Konzept mit schlanken Linien und beleuchteten Elementen schwebt bei Dämmerung über einer Stadtlandschaft. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der chinesische Technologiekonzern Xpeng hat in München sein neuestes Elektro-SUV vorgestellt – und will damit etablierte Hersteller wie Tesla und Audi unterbieten.

L03 SUV: Kampfansage an Tesla und Audi

Mit einem Einstiegspreis von 35.600 Euro in Deutschland positioniert sich der L03 SUV (auch Mona L03 genannt) deutlich unter dem Tesla Model Y und dem Audi Q4 e-tron. Das Fahrzeug ist in mehreren Varianten erhältlich: Die Standard-Reichweite-Version kommt mit einem 58,3 kWh-Akku auf 445 Kilometer WLTP-Reichweite, das Long-Range-Modell mit 71,2 kWh schafft bis zu 520 Kilometer. Die Allrad-Performance-Variante leistet 285 kW und beschleunigt in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Besonders interessant für Vielfahrer: Eine Range-Extender-Version ab 38.600 Euro kombiniert einen 1,5-Liter-Verbrenner mit dem Elektroantrieb und kommt so auf eine Gesamtreichweite von rund 1.000 Kilometern.

Technische Innovationen made in China

Der L03 setzt auf Xpengs hauseigene Turing-Chips, die in Dreifach-Konfiguration bis zu 2.250 TOPS Rechenleistung liefern. Sie treiben das VLA 2.0-Fahrassistenzsystem an, das ab 2027 auch in Europa ausgerollt werden soll. Ein Novum: Der Wagen bietet native Google-Maps-Integration – eine Premiere für einen Hersteller aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Der cW-Wert von 0,228 unterstreicht den Fokus auf Effizienz.

Ab 2027 soll der L03 in 65 globalen Märkten verfügbar sein, die Auslieferungen in Großbritannien beginnen ebenfalls 2027.

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Flugauto und humanoider Roboter

Doch Xpeng denkt größer als nur über den Straßenverkehr. Das Unternehmen präsentierte das Land Aircraft Carrier – ein modulares Flugfahrzeug. Es besteht aus einem sechsrädrigen Bodenfahrzeug, das eine abnehmbare, zweisitzige eVTOL-Einheit transportiert. 7.000 Vorbestellungen liegen bereits vor. Die Massenproduktion soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein, erste Auslieferungen in China sind für 2027 geplant.

Ebenfalls neu: der humanoide Roboter Iron. Mit 173 Zentimetern Größe und 65 Kilogramm Gewicht verfügt er über 82 Freiheitsgrade und ist für die Massenproduktion ausgelegt. Ab 2027 will Xpeng den Roboter auch auf globalen Märkten einführen.

Wachstumskurs und Partnerschaft mit Volkswagen

CEO He Xiaopeng kündigte auf der Veranstaltung an, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben im kommenden Jahrzehnt weiter zu erhöhen. Die jüngsten Zahlen geben ihm recht: Im Juni 2026 lieferte Xpeng 40.126 Fahrzeuge aus – ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Europa verkaufte das Unternehmen seit 2024 über 60.000 Einheiten, allein im ersten Halbjahr 2026 waren es 13.522.

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Xpeng betreibt ein Forschungszentrum in München und ein Werk in Österreich. Die strategische Partnerschaft mit Volkswagen, die rund fünf Prozent an Xpeng hält, trägt Früchte: Seit März 2026 produziert VW ein gemeinsam entwickeltes Modell mit Xpengs Software und Hardware.

Ambitionierte Ziele für Deutschland

Bis Ende 2026 will Xpeng 8.000 Einheiten in Deutschland absetzen, für 2027 sind sogar 20.000 Fahrzeuge geplant. Langfristig peilt das Unternehmen bis 2028 autonomes Fahren der Stufe 4 über seine SEPA 4.0-Plattform an. Die Frage ist nur: Können die etablierten Hersteller mit diesem Tempo mithalten?

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